Donnerstag, 10. September 2009

Zeit?

Nunja, wie soll man sagen? Der Zimmermann ist mal wieder voll und ganz in seinem eigentlichen Leben angekommen. Der Blog ist seinen einem Monat fast unberührt geblieben. In der Zwischenzeit war ich auf zwei Kontineten, bin in drei verschiedenen Ländern unterwegs gewesen und bin zwischen Rotterdam und Linz hin und her gebrettert um so im großen und ganzen alle meiner Termine wahrzunehmen. Ich möchte nur ein kleines Wrap-Up hier machen, die fantastischen letzten vier Wochen sind mit Worten kaum zusammen zu fassen, vielmehr sind es die Emotionen die hängen bleiben. Die sind allerding bekannter Maßen relativ schwer zu beschreiben.
Wir starten Mitte August, als ich noch in den USA war. Meine Überraschungstour hatte sich dem Ende zugeneigt, da im Großen und Ganzen alle surprises funtioniert haben. Scott musste wieder ins College und ich hatte mich ja für eine Woche als Dozent/Gast-Belustiger an der High- und Middle School in Marietta angeboten. Montags einfach nur ein bissel mit Jerid durch die Schule gewandert, alle Leute wiedergetroffen. Chit Chat hier, Chit Chat da. Leigh Colburn, die Direktorin, fällt mir zu meiner vollkommenen Verwunderung vor allen am Morgen eintrudelnden Schülern um den Hals und bekommt sich kaum wieder ein. Tolles Gefühl, wieder zurück zu sein. Wie gesagt, dieses Ahaaaaaa-Gefühl "Ich bin in Amerika - Wow" ist nicht mehr das alte, aber es ist umso schöner jetzt alle Menschen wiederzusehen und einfach den American Way of Life (zudem immer mehr und neue Impressionen kommen) zu leben.
Dienstag dann in die Middle School. Die Kiddis sind sehr interessiert und stellen echt gute Fragen. Bin vollkommen von den Socken, es sind also nicht immer diese uninteressierten Amerikaner. Auch wenn so manche alt bekannten Geschichten immer wieder auftreten.
Mittwoch und Donnerstag in der High School. Mrs. Robinson, die Deutschlehrerin, ist viel zu herzlich. Kauft mir extra Croissants und Sprudelwasser (da ihr Marisa beim Austausch wohl immer klargemacht hatte, dass man in Deutschland "Wasser mit Kohlensäure" trinkt,...), was mir natürlich vollkommen zuspricht, da ich diese "gesunde" Volvic Plörre eh nicht abkann und die Amis ja bekanntlich nur ihre fiesen Springbrunnen an jeder Ecke haben, aus denen sie Wasser saufen.
Wahnsinnige zwei Tage, ich lerne unglaublich viel. Treffe jede Menge neue Leute, sehe viele Freunde wieder und bin froh, dass ich mal wieder ein wenig "freies Sprechen" vor einer Gruppe geübt habe, denn das Mentor Training nähert sich doch stetig.
Freitag bleibe ich zu Hause und warte voller Anspannung auf die Abfahrt zum Flughafen, in der Hoffnung, dass diesmal alles glatt geht. So ist es auch: Ich kann sofort einen Platz in der Maschine erhaschen und lade überpünktlich am Samstag Morgen in Frankfurt. Ab in den ICE und nach Zeeland wo die Family schon auf mich wartet.
Sonntags in den alten Hafen in Rotterdam, wo mein alter Herr seine neue Kamera ausgiebig testet und wieder zu alter und wundervoller Fotografie-Kunst und - Begeisterung zurückfindet.
Montag bis Donnerstag Mentor Training. Harte aber wahnsinnig gute Tage. Ich würde zwar fast sagen, dass sie mir für meine Mentor Sessions selber nicht unbedingt viel gebracht haben; für mein Denken und Vorbereiten jedoch eine ganze Menge. Außerdem war es mal wieder eine einmalige Socializing-Aktion, denn seltsamerweise sind hier Menschen gemixt, die vorher so gut wie gar nix mit einander zu tun hatten. So haben wir hier echt Menschen aus allen Cliquen und multikulti sowieso. Mittwochs sind wir dann alle leicht versackt, was dazu führte, dass der Donnerstag äußerst heiter wurde. Ich persönlich habe den ganzen Laden mit zwei Lachflashs alleine schon gesprengt, die nur mit Frischluft und 10 minütiger Pause beendet werden konnten.
Freitag wieder nach Hause, Sonntag Probe, ein paar Tage Heimat genießen. Mittwochs wieder nach Rotterdam, Donnerstag erste Mentorsession. Läuft gut, bin zufrieden. Danach mit Max zurück nach Deutschland. Ich schmeiß mich in Oberhausen in den Zug und düse nach Hause.
Freitag waren wir in Dattenberg, Festkommers und Zapfenstreich. Samstag Pooschtetour nach Dattenberg. Sonntag Königsball in Dattenberg. Wie der Zufall es will, habe ich irgendwie die Stundenplanänderung verpasst und stelle erst am Samstag fest, dass ich doch am Montag morgen um 9 Uhr in Rotterdam in der Vorlesung sitzen muss. Also, 4.30 am Montag Morgen Papataxi nach Venlo und dann ab zur Uni. Das Leben hat doch wieder gut angefangen,....

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