Kurzer Rückblick: Am Freitag haue ich mich nach der Vorlesung in den Zug und düse nach Köln, wo ich mich mit den Damen und Herren aus Linz zum BAP Konzert treffe. Um ein Haar hätte ich dann meine gesamten Anschlussverbindungen verpasst, da die Herrschaften von der holländischen Polizei in Venlo nun auch noch Drogenkontrollen veranstalten. Nur mit dem Haken, dass der Zug solange noch am Bahnsteig stehen muss bis Polizei und Drogenhund mit den entsprechenden Nasen wieder draußen sind. Dem nicht genug, in Deutschland kommen dann unsere Bundesbehörden auch noch mit einem siebenköpfigen Lederjacken-Trupp durch den Zug.
Ich finde es ja gut, dass dieser Scheiße mit Kontrollen der Hahn zugedreht wird. Wir haben genügend Probleme mit Drogen, gerade in Linz, man glaubt gar nicht, welche bekannten Gesichter man auf dem Weg von oder nach Venlo schon alles erblickt hat. Sicherlich nicht zum Kaffeekaufen. Jedoch wäre ich den Behörden auch sehr verbunden, wenn man den Rest des Zuges, der einfach nur nach Hause oder generell ankommen möchte dadurch nicht die Reise zerstört. Raus mit den Idioten und dann könnt ihr die da filzen wie ihr wollt.

Nunja, es ist ja nochmal gutgegangen. BAP Konzert ein Traum. Open Air vor dem Dom, astreines Wetter und ein gut aufgelegter Wolfgang Niedecken, der eine Spitze nach der anderen nicht nur auf musikalische Weise rausklatschte. Bereits in der Anmoderation rechnete er mit ProKöln ab (Danke an den Stadtrat, alle haben zugestimmt, bis auf die Arschlöcher, aber die brauchen wir eh nicht). Bei der Ansage der Ruut Wieß Blau querjestrieften Frau verwies er dezent auf das dekadente Volk auf dem Balkon des Dom Hotels, die sich schmarotzerisch und stocksteif die fantastische Musik über sich ergehen ließen ("ich bin mir sicher, die RWB querjestriefte Frau steiht jetzt och irjendwo om Balkon do ovven"). Super Konzert, die Jungs spielen bis kurz nach elf. Zitat:"Jesetz is in Kölle bess 10, bess 11 muss dann alles jerejelt sinn".
Samstag dann zunächst mein Bike in die Werkstatt, dann mit Vanessa nach Asbach und im Anschluss im Tiefflug auf den Marktplatz zur Volksbelustigung mit der Feuerwehrkapelle. Heim, Essen, umziehen, rumplauzen und ab aufs Winzerfest. Sicherlich einwürdiger Abschluss eines nie zuvor dagewesenen Sommers, der mich durch sieben Länder, auf zwei Kontinente, in ne Menge Flugzeuge, durch einige Tage Zugreisen und jede Menge Straßenkilometer führte und wohl kaum schöner hätte enden können. Danke, dass ich das alles erleben durfte.
Gleich Uni, danach beginnt für mich wieder das Arbeiten - gestern war ich von 9-19 Uhr auf dem Campus. Es geht schon wieder gut los - aber wollen wir's anders? Ihr kennt mich,...
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