Mittwoch, 12. August 2009

Auburn, Alabama

Nach dem letzten Wochenende, das wirklich vollkommen aus dem Rahmen fiel, sollte sich großartiges ankündigen. Bis Donnerstag war ich noch fleißig im Kindergarten arbeiten gegangen, nachdem ich mich zuvor eine Woche mit Denise ans Meer verzogen hatte, um noch einmal zu relaxen. Freitag Abend dann der nächste (Zitat!!!) "U-HU Geburtstag" (Abk. Unter-Hundert), wie eine 50. Geburtstagsparty neuerdings abgekürzt wird. Die Feiernde war niemand weniger als meine Mutter. Dementsprechend den ganzen Freitag oben in Linz in der Grillhütte gewuselt, und dann bis ca. drei Uhr gezaubert. Tolle Feier, hat wirklich viel Spaß gemacht, alte Bekannte wieder zu sehen und es uns allen gut gehen zu lassen.Samstag Morgen dann fix zum Reinemachen und dann ab in Richtung Dornholzhausen via Rheinbrohl City.
Dieser Auftritt ist nicht umsonst der meinst erwartete in unserem Terminkalender. Die Leute da oben, fast am Ar*** der Welt, sind wirklich unglaublich freundlich und der LKW, der als Bühne herhält, sowie die selbstgebastelte Deko längst Kult. Leider sind die Leute bis gut halb elf nicht so Richtig in Partystimmung, drehen aber zum Ende hin volle Kanne auf. Gelungener Abend, ab nach Hause, gegen vier im Bettchen.
Mit den Oldies zum Frühstück rau
s, die fuhren in Urlaub - letzte Vorbereitungen für die große Reise und ab nach Mainz, wo ich Gott sei Dank bei Vanessa unterschlüpfen konnte und so bloß ein halbes Stündchen zum Flughafen brauchte.
Montag Morgen also los nach Frankfurt. Alles ganz normal, einchecken, Security, Gate. Dann kam der Haken. Da ich auf Standby geflogen bin, konnte ich den Direktflug schon vergessen, da so viele Buddy Flight Passagiere anwesend waren und die Maschine rand voll war. Selbst die Alternative über Cincinnati war erfolglos. Schön war nur, dass ich zwei sehr nette Men
schen kennengelernt habe, Beth, eine mid-40er Amerikanerin aus Alabama und Tahny, eine 12.-klässlerin aus Marburg, mit denen ich mich dann quasi Leid-teilend für den nächsten Morgen wieder verabredete.
Dementsprechend zurück nach Mainz, am Dienstag das gleiche Spiel. Ich hatte die Hoffnung fast schon aufgegeben, als ca. 10 Minuten vor dem Take-Off mein Name durch die Lautsprecher kommt und ich meinen Platz ergatter. Leider Gottes auch noch Business Class. Man gönnt sich ja sonst nix. Das Schöne daran war jedoch, das ich zum ersten Mal auf einer USA Reise satt aus dem Flugzeug stieg, ich gut schlafen konnte und mich zeitgleich noch mit einem ehemaligen Börsenmakler aus Frankfurt unterhalten konnte, der mir ein paar nette Anekdoten aus der Finanzwelt eröffnete.
Landung Atlanta, wer kommt mir oben entg
egen geflogen? Scott,.. Hää? Seine Mutter musste ihn einweihen, da mich sonst niemand abholen
konnte. So hatte er dann wenigstens den Spieß rumgedreht und mich überrascht, wenn ihm auch die Freude über meine Überraschung noch stets in den Augen stand. Wir schmeißen alle Pläne über den Haufen, ich cancel den Mietwagen und wir fahren noch abends nach Auburn, Alabama. Ich fahre die letzte Hälfte der Tour mit dem Truck und so kommen wir gegen Abend am Campus an.
Wir quatschen uns ein bisschen mit Kaylynn, Lauren und Courtney fest und düsen dann noch eben ins Fraternety House. Scott liebt mein Paulaner Bier, das ich ihm mitgebracht habe und wir "versuchen" amerikanisches Bier zum berauschen zu benutzen. Den Amis gelingt das; mir noch nicht so ganz.
Der Jetlag treibt mich früh aus den Federn. Ist aber auch ganz gut so, denn heute stand Umziehen auf dem Programm. Haben viele Trucks voll mit Plunder hierher gefahren, da Scott, Nathan und Nick in ein eigenes Apartment gezogen sind. Bei dem Wetter ist das doch nicht so super angenehm, aber doch leichter als ich erwartet hatte - es sind doch zwischen 30 und 35 Grad hier - und das ist wohl noch kalt.
Gleich erst einmal Essen, dann ab in die Bars. Morgen geht's zurück nach Marietta und dann los zum Überraschen. Es fühlt sich toll an, endlich wieder zurück zu sein. Dieses Gefühl von "Wow, ich bin in den USA" hat sich mittlerweile in ein "Wow, ich bin endlich wieder da" gewandelt,.. Man kennt ja doch schon einiges. Umso schöner ist es, viele, viele Menschen wieder zu treffen und immer noch als guter Freund empfangen zu werden. Es ist eigenlich unbeschreiblich.


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