Es ist wirklich sehr erstaunlich, wie schnell die Zeit, oder sagen wir besser, wie viel schneller die Zeit noch vergehen kann, wenn es eine schöne Zeit ist. Ich habe im stinknormalen Unialltag schon ohnehin das fürchterliche Gefühl, dass mir mein Leben und jeder Tag aufs neue wegläuft (und ich bin schon durchschnittlich um die 18 Stunden auf den Beinen jeden Tag), so ist es doch in den Ferien noch extremer. Es mag aber - diese Theorie stelle ich jetzt einfach mal in den Raum- auch daran liegen, dass ich wohl in meinem ganzen Leben noch nie so geile Ferien erlebt habe. Obwohl ich wirklich in der Welt herumfahre und sehr viel unterwegs bin, erfreut mich die Zeit zu Hause in meiner rheinischen Heimat mindestens genau so sehr.
So war ich also gut aus den Alpen heimgekehrt, ging es Samstags erst einmal im strömenden Regen gen Eifel, zum Nürburgring. Wir wären ja keine Linzer Strünzer, wenn wir nicht prophylaktisch alles vorbereitet hätten. Zeltplane gespannt, die Rheumadecke ausgepackt und den Grill angeschmissen. Gut, den Damen wurde es dann irgendwann leicht frisch. Also, alles eingepackt und gut gesättigt und leicht angesäuselt nach Hause. Schnell ein Ründchen aus Ohr gehaun, dann zu Bernhard Geyer auf den 50igsten nach Kalenborn.
Mit den Jungs hatte ich ausgemacht, später auch noch in Kathringe einzulaufen, da war Summernightparty. Ohje,...einige Flaschen Sekt später und mächtig Bier im Bauch ging es dann mit irgendeinem Höhentaxi (die Nummer vom Alinka hatte natürlich wieder keiner,...), das Dachdecker aufm Auto stehen hatte gen Heimat. Eintreffen im Bett ca. 5 Uhr. Erfolgreich, Bravo.
Sonntag dann eher gemütlich und ruhig, Mäcces Versprechen eingehalten und dann für ca. 11 Stunden ins Bett. Am nächsten Morgen sollte mich schließlich der tarantelähnliche Hausmeister mit seinem unbändigen Elan erwarten, um die Verschönerung, Erneuerung oder manchmal auch eher des Abriss ähnelder Veränderung unseres Kindergartens voran zu treiben.
So wars auch. Herrliche Woche und nur am Schaffen. Michael und Schorsch und de Ex-Zivi. Haben wirlich gut etwas geschafft, obwohl der Spaß bei allem natürlich auch nicht zu kurz kam.
Mittwoch dann relativ spontan eine Überraschungsparty für unseren Don aus der Taufe gehoben. Ich glaube, damit hatte er so nicht unbedingt gerechnet. Kam aber sehr gut. In altbekannter Mittwochs-Abends-Tradition ein bisschen Bier, ein bisschen Schäääbes und was zum Grillen und viel gute Laune. Schöne Aktion. Video bald online :)
Für Donnerstag stand dann schon wieder eine feucht fröhliche Veranstaltung an. Hatte mich beim Schorsch schon mit den Worten angekündigt: "He, morje fröh ben ich zom Fröhstück bei dir!" - "Watt - ja jood, 6 Uhr?" Gesagt getan. Haken an der Sache war nur, dass ich erst gegen Morgen wirklich zum Schlafen kam, viel zu viel Alkohol im Blut hatte und es mir schon vor dem Abkleben der Fußleisten in gebückter Haltung graute. So hatten wir uns doch mit ein paar Leubsdorfer Musikanten (Patrick, Vanessa and me) und ein paar noch-MGLern (Caro, Mariiiiiissaaaaaa) fürchterlich mit allem auffindbaren und alkoholhaltigen Getränken bematscht, die man sich so vorstellen kann. Ich wiederhole: Erfolgreich, Bravo.
Dementsprechend war der Freitag eher überschaubar, wenn auch der lustigste Arbeitstag meines Lebens.
Samstag und Sonntag dann Probewochenende. Samstags Abends stand ein Abstecher in die Rheinaue an. Bierbörse. Ich war vollkommen überrascht, als die Allerwertesten dort spielten. Ich kannte sie vom Namen, hatte auch schon die ein oder andere Demo gehört, war aber dennoch vollkommen hin und her gerissen, welch gute Musik die Damen und Herren produzierten. Danach noch leicht zum Mäcces und auch eher wieder früh als spät im Betttchen.
Sonntag nach der Probe eine kleine Runde Motorrad gedreht und dann zum Bubenkaffee zum Don. Heim, Bett, noch ein bisschen Arbeiten am Montag und dann ab auf die Maschine und eine Woche Holland mit Denise.
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