Donnerstag, 30. April 2009

Da tanzen wir in den Mai

Im Grunde genommen hatte ich nicht erwartet, dass ich so manche über Jahre hinweg verfluchte Traditionen und Veranstaltungen doch irgendwie vermissen würde. Noch am Samstag erzählte ich großartig beim Frühstück - öhhh neee, keinen Bock auf Maifest - da simmer die letzten Jahre immer gewesen, muss ja auch nicht immer sein. Pustekuchen.
Heute war ja Königinnentag bzw. ist immer noch. In Anbetracht der Tatsache allerdings, dass dieser Verrückte in Apeldoorn aus einem Nationalfeiertag eine nationale Tragödie machte, haben wir auch mehr oder weniger unsere Pläne in den Wind geschossen.
Ich war im Endeffekt ganz froh, dass wir doch nicht nach Amsterdam gefahren sind; die Stadt platzte wohl aus allen Nähten und viele Künstler haben auch auf Grund der Ereignisse ihren Auftritt abgesagt. In Rotterdam sind auch mehr oder weniger alle Festlichkeiten abgesagt  und auf Kneipentour heute Abend hatten wir dann auch keine richtige Lust mehr.
Also, arbeitsreicher Tag im Haushalt, für die Uni und für die Firma.
Nun sitze ich hier und jeder fragt mich: Naaaa, heute Abend Marktplatz? Nein,.... Morgen Uni, Freunde! So wirklich Lust auf dieses ganze Linzer Theater habe ich auch nicht; allerdings hätte ich doch irgendwie schon wieder sehnsüchtiges Verlangen, einige Freunde wieder zu sehen. 
Außerdem holen mich doch gerade zur Zeit wieder viele Erinnerungen ein. Sebis Mitbewohner Andi zieht aus und ein tolles Zimmer in Sülz, direkt an der Zülpicher Straße mit - ja, wie soll ich sagen - einem der herrlichsten Gestalten als Mitbewohner steht zur Disposition. Natürlich versuchte er promt, mich zu überzeugen, ich sollte doch nach Köln zurückkommen. Aber nein, auch wenn die Verlockung groß ist - ich bin hier sehr glücklich. 
Vor etwa einem Jahr habe ich dennoch mit diesen beiden Herren traumhafte Abende und vollgesoffene Kölner Nächte erlebt. War schon geil, die Zeit.
Heute genau vor einem Jahr saß ich in meiner Bilanz- und Erfolgsrechnungs-Vorlesung und wurde netterweise darauf hingewiesen, dass eine Handvoll Atomphysiker gerade unser Haus mit einem krummen Maibaum verunschönten. Hätte sie ihn direkt an die richtige Adresse geliefert wäre uns allen viel Ärger und Energieverschwendung erspart, aber leider auch viel Spaß im Nachhinein vorenthalten worden. Es kommt alles so im Leben, wie es soll. Und das ist gut so.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen, dass ihr gut in den Mai kommt,... Ich werde bei einem Hammersteiner Weißwein an euch denken und mir ein schönes und relativ ruhiges Wochenende in Rotterdam bereiten.

Freitag, 24. April 2009

Ab in die Heimat

Soderle, ein neues Wochenende steht vor der Tür und nach einiger Zeit verschlägt es mich wieder in die Heimat. An und für sich genieße ich die größeren Abstände zwischen den Heimatbesuchen doch sehr - man freut sich wieder ausgiebiger auf die Zeit zu Hause, zumals diese Kurztrips von Freitag bis Sonntag meistens auch ziemlich stressig verlaufen. Auf der anderen Seite ist es auch sehr schade, viele Freunde nun nur noch seltener zu sehen. Aber bald ist doch Sommer, dann werden sowieso 5e gerade gemacht.
Heute Morgen wieder lecker um halb 5 aus der Kiste und eine Runde um den Block gejoggt. Frühstück, Kaffee, Zeitung. Hervorragend. Nach dem verdammt erfreulichen Ergebnis unseres letzten Business Plan Assignments hatte ich mir gestern Abend wieder ein leckeres Gläßchen heimischen Weißwein gegönnt (dem Linzer MGV sei Dank,...) und somit den internen Sommer eingeläutet. 
Dann ab in die Uni zu einer Evaluation des Mentor-Programmes im ersten Teil unseres ersten Studienjahrs hier in Rotterdam. In Anbetracht der Tatsache, dass ich mich selber für einen Mentorposten beworben habe, dachte ich, es sei doch sicherlich ein kluger Schachzug, bei der Evaluation mitzuwerken um einen guten Eindruck zu hinterlassen. 7 der 8 Anwesenden hatten die gleiche Strategie. Aber die Chancen sehen nicht schlecht aus.
Nun sitze ich gemütlich im Cafe, warte noch, bis der nächste Workshop losgeht und ich danach gen Linz aufbrechen kann. Heute Abend dann fein mim Dönerchen ein Bierchen zischen; morgen früh Brötchen kaufen, die Stadt aufmischen und lecker frühstücken- dann zum ersten Los Flamingos Gig mit Großmeister Klassmann. Hach, ich freu mich. Be right back in Germany!

Montag, 20. April 2009

Die City hat mich zurück


Nach doch fast einer Woche Krafttanken an der Küste hat mich die Großstadt dann seit gestern Abend wieder. Kräfte? Ha, verschollen. 
Ich war das ganze Wochenende im guten Glauben geblieben, dass meine SBP Teammitglieder ihre Ausarbeitungen doch vielleicht noch alsbald senden, allerdings trudelten dann die ersten und letzten Schliffe erst gegen 18/19 Uhr ein, als ich schon wieder in Rotterdam war.
Montag, 13 Uhr Deadline.
Gegen 23 Uhr fallen mir die Augen zu. Ich habe noch eine BCG Matrix Analyse vor mir, die ich spontan Chantal (mach dat Mää mal Ei, Grüße an Mum, Dad, Bernhard und Eva) abgenommen habe und ein Layout von 31 Seiten strategischer Planung. Dazu kam dann noch Fehlerkorrektur und andere nebensächliche Späße. No way, braindead.
Also, entweder sich bis um 4 in der Nacht quälen oder ins Bett und um 4 wieder raus. Als notorischer Frühmensch entscheidet man sich dann für die 4-Uhr-Aufsteh-Variante. Fühlt sich gut an, habe bis 7 auch soweit alles durch, um 8 kommt Chantal (mach,.. jajaja) für den Feinschliff vorbei, als mir Word abkratzt und ich die BCG - sorry - Kacke noch einmal neu schreiben darf. Naja, es lebe mein vitales Gedächnis. 
Non-Stop Schaffen, um halb 8 fix unter die Dusche, um 10 dann ein erstes, nicht aus Kaffee, Wasser oder Multi bestehendes Frühstück. Um 11 mit Bindemaschine zu Marloes, Drucken, ab in die Uni. 
Wir stellen mal wieder fest, dass man TomToms echt in die Tonne kloppen kann und mein innerer Kompass auch im hohen Alter noch funktioniert.
Als ich dann nach der Abgabe endlich wieder daheim bin, schnell mal Bude aufräumen. Herrje, hier war seit Sonntag, Ankunft alles stehn und liegen geblieben; nur die Wäsche hatte ich schnell versorgt. Einkaufen, Ruhe. Uni. Lesen, Lernen. Toll. Hach, aber eigentlich geht's mir verdammt gut dabei.

Donnerstag, 9. April 2009

Kolumne?!

Da geht sie nun los, meine Reise ins gut Bekannte, nach Zeeland. Nach einem tollen Tag in der City mit Michael, der leider nur ein wenig durch das neblige Wetter überschattet wird, mache ich mich auf, ein wenig Seeluft zu schnappen, Kraft für die letzte Runde zu tanken und - leider - auch etwas zu schaffen. Jedoch ist dies in ländlicher Atmosphäre doch wesentlich einfacher und auf der Terasse arbeitet es sich doch wesentlich besser als im stickigen Studentenkabuff.
Wo startet jede Reise? Am Zuidplein in Rotterdam. Eine riesengroße Menschentraube sthet schon bereit, in jedem Moment den Bus zu entern, der sie aus der Großstadt in den Süden bringen soll. Egal, ob Urlaub, Heimreise von Arbeit/Studium oder auch nur zum Partner. Erwartungsgemäß wird es picke packe voll. Als Zimmermann - man hat sich so langsam an den Rang des letzten gewöhnt - trabt man gemütlich hinterher, als niemand mehr am Bussteig zu sehen ist. Im Zuge meiner neuen Lebensphilosophie, die nebenbei bemerkt auch mittlerweile schon ein halt Jahr alt ist, rege ich mich nicht auf, sondern versuche, das Positive an der Tatsache, dass ich nun ganz vorne stehe, zu sehen. Das Endergebnis: Eine Kolumne, die man glatt als demographische und soziologische Untersuchung an das CBS senden und gleichzeitig der NYT verticken könnte:

So stehe ich hier also, in einem vollkommen überlaufenden Bus, vollgeladen mit allerlei Gestalten, die auch aus irgendeinem Grund aus Rotterdam heraus in die grobe Richtung Süden fahren. Als Zimmermann, bekanntermaßend grundsätzlich letzter im Alphabet, steige ich zum Schluss ein und erlange die große Möglichkeit, mir den ganzen Bus in Ruhe eine dreiviertel Stunde anzusehen.
Da sitzt sie, die Studentin, mit nix was am Hut. Kein Platz mehr frei, also setzt man sich auf den Stapel mit den "Spits" Zeitungen, die umsonst in jedem öffentlichen Verkehrsmittel der Niederlande ausliegen. iPod im Ohr, Handy, der altbekannte Lieblingsknochen der Holländer, in der Hand und fleißig am SMS schreiben. In der vierten Reihe sitzt ein erstbester Paris Hilton-Verschnitt, die mit ihrem Lieblingsknochen am Ohr wahrscheinlich gerade durch ihren Lustknochen am andern Ende der Leitung zum Lachen gebracht wird und sich dabei stilvoll auf die Lippe beißt. Auf der anderen Seite sitzt die typische niederländische Rentnerin. Gut gelaunt, immer zu einem Kläfchen aufgelegt, erzählt sie gerade dem netten Herren neben ihr irgendeinen Stuss, der ihn offensichtlich eher entnervt, als erheitert.
In der letzten Reihe sitzen erwartungsgemäß fünf Mädels, die entgegengesetzt ihres Verhaltens, anhand ihrer OV Karten als Studentinnen zu identifizieren sind. Was passiert auch zwischen Barendrecht und Oude Tonge, wenn fünf Mädels aufeinander hängen und ein überfüllter Bus sie umgibt. Dumme Blicke und lautes Gegacker. Die junge Dame mit den dunklen Locken weiß nicht recht, wo sie hingucken soll, während sie lauthals telefoniert und die Blonde mit dem typischen organgen Bratpfannengesicht knutscht ihren Kastenfrosch-artigen Freund.
Inzwischen hat Paris das Handy vom Ohr gelegt und begafft angewiedert den älteren Herren mit der Wolfgang Niedecken-Matte, der sich gerade eine after-work-Büchse Heineken zischt. Die Blicke kreisen umher und man merkt eindeutig, wie schnell ihr anscheinend das lustvolle Grinsen der letzten Minuten in Windeseile vergeht. Wahrscheinlich schiebt sich gerade ein lockiger, nach Bier-Bäuerchen stinkender Schleier über den Kerl, der sie noch vier Minuten zuvor am Hals küsste. Wiederentdeckt habe ich auch die typische dunkelhaarige Party-Holländerin. Akkurat gekleidet, die Sonnenbank-Bräune sitzt, schiebt sie sich ihre Haarsträhne hoch frequentiert zur Seite, während sich ihre typischen Halbmondartigen Mundwinkel nur leicht vom Kaugummikauen in eine annähernd freundliche Position schieben lassen.
Neben mir entdecke ich im gleichen Moment ein Doppelpack Snobs, die schöngeleckt, breitbeinig mit ihren von Kinderhand gegerbten Mokkasins so ihren Häschen zu imponieren versuchen, dass der Großkotz schon fast an der nächsten Ampel von alleine winkt.
Die Sonne kommt raus über dem Meerarm, die Mädels im Hintergrund lachen. Die Damen um Nuschel-Wolfgang amüsieren sich köstlich, während er sich irgendetwas in seinen Bart und die Bierdose murmelt. Die Bratpfanne klopft in Gedanken schon die Schnitzel für den Liebsten breit, als wir die Brücke verlassen. Gleichzeitig kann man einen jungen Mann entdecken, dessen Nervosität sich nicht nur durch häufiges Augenzwinkern, sondern auch durch Nasenzucken äußert. Der Soldat beobachtet aufmerksam das Geschehen, ist aber offensichtlich vollkommen in Gedanken versunken. Vielleicht gehen ihm die Schlagzeilen, die bei der Studentin auf der "Spits" heute stehen nicht aus dem Sinn.
Die Snobs wedeln mittlerweile schon mit dem goldenen Glanz ihrer Portemonnaies. Hoffentlich sind es keine amerikanischen Kreditkarten, Jungs. Die kommen zur Zeit nicht so gut.
Der Bus stoppt. Menschen steigen aus. Die Oma hat einen neuen Sitznachbar. Ein etwa 17-jähriger Bursche darf sich jetzt die nächste Story anhören. Auch ihm scheint die Sonne aus dem Arsch, während sich Paris gemütlich den Mantel aufknüpft, die andere Sonne genießt und sich sinnlich durchs Haar fährt.
Das Partyluder ist mittlerweile auch schon wieder am Telefon, stellt aber anscheinend fest, dass der Kaugummi bald so was von durch ist, sodass sie beschließt, die unterbanspruchten Mundwinkelmuskeln ein wenig zu betätigen und schickt sogar ein Lächeln durch den Bus. Wow, genau so kennt man sie eigentlich. 
Paris lässt die Haar schnell wieder fallen, als sich Matte unter den Achseln kratzt und mir der richtige Wolfgang ins Ohr singt: "wenn ich he die Abfahrt nöm, keine Stau mieh köm, wör ich morje fröh doheim".
Ich muss leider aussteigen. Werfe Paris und dem Luder noch einen kurzen Blick zu, sie scheinen auch nur nach Hause zu wollen. Die Hühner sind schon vor einer Station ausgestiegen und die Snobs bleiben Gott sei Dank sitzen. Davon habe ich den ganzen Tag genug. Die Bratpfanne packt ihre Zwiebel ein und langt auf dem Bussteig noch einmal ordentlich zu. Die Spits Studentin fährt weiter mit mir, auch eine ganz unauffällige hell-blau-äugige junge Dame. Schon interessant, was man alles so entdeckt, wenn man mal die Augen ein wenig aufmacht. Was werden andere wohl gesehen haben? Einen glücklichen IBA-Student aus Linz? Auszuschließen ist es sicherlich nicht.

Early morning, when I wake up, I look like Kiss, but without the makeup,...

Frisch und fröhlich, gut gelaunt und Erholungsbedurftig startet das rheinische Exilei in den allzu kurzen Springbreak. Leider haben wir auch über Ostern im Grunde genommen nur die eigentlichen Feiertage frei; besonders lustig: die habe ich offiziell nach Stundenplan eh frei. Tja, life sucks.

Gestern mal wieder drei Stunden Mammut Makro Session - erinnert mich ein bisschen an die midterm Hauptfächer in Köln, das war auch immer übel. Da laberte allerdings doch der ganze Hörsaal, sodass man auch gemütlich anderen Tätigkeiten nachkommen konnte, bis Onkel Herzig mal wieder irgendwelche seltsamen Fragen in den Raum stellte, die wir alle bis 5 Tage vor der Klausur immer noch nicht beantworten konnten. Ihm sei aber herzlich gedankt - immerhin erleichtert seine wundebare Vorlesung und Simones brillante Übung mir das Leben sehe in Finance and Accounting. Auch Papa K.W. Büchel und sein dickes blaues Buchungsbuch schenkte mir der Himmel!

Gestern mal wieder USA Tag; wie schon so oft in letzter Zeit. Die Linzer Austauschschüler waren wieder auf den Weg nach Hause und ich bekam Jerid endlich mal wieder im Facebook an die Strippe. Springbreak verschafft allen ein wenig Zeit da drüben, für mich absolut Super, um auch mit den m-town people nochmal Kontakt zu haben bzw. Intensiveren als sonst. Schreibe fast den ganzen Nachmittag mit Addison und Amelie, zwei Marietta Kids, vor denen ich im Winter meine improvisierte Geschistunde zur DDR gehalten hatte. Lustig, wie anders doch die Teenies von heute im Vergleich zu den Teenies sind, die wir vor 4 bzw. 

3 Jahren kennenlernten. Scheint also nicht nur eine deutsche oder europäische Entwicklung zu sein, dieses früher, schneller, höher, weiter.

Auch mit Scott kann ich nach Ewigkeiten endlich mal wieder kurz schreiben.

Nun sitze ich just im Moment im Zug zum Amsterdamer Flughafen, um michael silva abzuholen. Toll, wie die Welt zusammen wächst. Er ist auch auf die Marietta High gegangen und studiert jetzt in Budapest - auch International Business. Seine Tante wohnt in A'dam, und er fährt noch einen Freund in Brüssel besuchen. Hab ihm dann flux NS Highspeed Tickets besorgt und wir werden uns heute einen netten Tag in Rotterdam machen. Soooo excited.

Heute Abend geht es dann ab nach Zeeland, mal raus, die Seele ein bisschen baumeln lassen. Aber groß Ruhe ist nicht, für nächste Woche stehen schon wieder 2 deadlines an - dat künnen mer och, dat kriejen mer hin ;) Nur das beste aus der ferne.

Dienstag, 7. April 2009

...the road leads back to you...

I said Georgia,
Ooh Georgia, no peace I find
Just an old sweet song
Keeps Georgia on my mind

Other arms reach out to me
Other eyes smile tenderly
Still in peaceful dreams I see
The road leads back to you


...and the road will definitely take me there some day,... I miss you, Marietta folks !

Samstag, 4. April 2009

Warum ist es am Rhein so schön...?

...weil er nicht nur an Linz, sondern auch an Rotterdam vorbei fließt. Rheinland bleibt Rheinland. Und das ist schön, sowohl hier alsauch da. 
Die letzten Tage der Woche in Rotterdam waren doch eher erholsam,.. Zumindest tagsüber. Der Frühling brachte uns tatsächlich weiterhin nur wunderbaren Sonnenschein ein, der so ziemlich jeden Student nicht gerade zur Lern-Hochmotivation verleitet. Außerdam gab es so einige andere nette Dinge die Woche durch zu tun, die es vollkommen legitim erscheinen ließen, auch einmal den ganzen Tag über draußen herum zu spazieren und sich gegen Abend erst einmal wieder dem Uni Kram zu widmen. 
Montag abend wieder in Rotterdam eingetrudelt, Dienstag zur Accounting Vorlesung. Traumhaftes Wetter - ich habe fast schon keine große Lust, mich in einen stinkigen Hörsaal zu setzen, aber wat mutt, dat mutt.
Auf dem Rückweg von der Uni dann; ich bin noch keine 5 Minuten unterwegs. Knall, Bumm - Reifen geplatzt. Also herrlich die mehr oder weniger restlichen 6 Kilometer von der Uni zu Fuß nach Hause. An der Erasmusbrücke nervt es mich dann so ungemein, dass ich Daniela anrufe, ob sie zu Hause sei, und ob ich ihr Fahrrad leihen könnte, um meins abzuholen. Genialer Vorschlag: 
Sie hatte das Auto ihrer Mutter da = Saab Cabrio = Transportmöglichkeit = Sonnetanken auf nützliche Weise. Also fix über die Brücke, warte am Wilhelminaplein, als mein Handy klingelt und Alina anruft, sie sei übers Wochenende in Rotterdam, ob wir uns nicht treffen könnten. Verabreden uns spontan und grob für Freitag Vormittag.
Schnell zum Zuidplein, neue Schläuche, neue Bremsen. Habe dann den ganzen Tag alle Fahrräder des Hauses repariert - wenn man schon einmal dabei ist und die Sonne auch noch so schön scheint - ein Genuss.
Mittwoch wieder Uni - nachmittags kommen mein alter Zivi-Genosse Timo mit Schwester und Freunden mich in Rotterdam besuchen und ich konnte mich zum ersten Mal seit September als Fritz Ockenfels von Rotterdam betätigen und eine Art Stadtrundgang in improvisierter
 Form darbieten. Abgerundet haben wir die ganze Aktion mit einer leckeren Portion Poffertjes in der Sonne. Die Lieben sollten am Freitag zurückfahren, worauf ich mich dann kurz zu einen weiteren Trip durch Rotterdam anbot, ein minimalistisches Stufentreffen mit Alina vorschlug und so eine Autofahrt nach Hause erhandeln konnte,...
Donnerstag den ganzen Tag mehr oder weniger für International Investment & Trade geschrieben, abends zu Marloes und Jan auf den Geburtstag. Wollte mich eigentlich von da aus verabschieden und nach Hause düsen; habe mich allerdings dann doch noch zu einem Besuch in der Skihut breitschlagen lassen, der natürlich wesentlich länger wurde als "aaach, für 2 Stündchen geh ich mit". 
Werde Freitag morgen schon um halb 7 von Alina geweckt, die mittlerweile mit ihrem Ozeanriesen angekommen ist. Raus aus der Kiste, müde Dusche, restlichen Unikram und noch bissel was für die Firma, dann rief Timo schon an; Lotsenfahrt von der Hauptstraße aus, alle Mann in die City.
Schön, mit so guten Freunden durch die Stadt zu latschen und sich über Gott und die Welt, Studium und Beruf gemeinsame Vergangenheit und Zukunft zu unterhalten. Bin vollkommen begeistert von Alinas Erzählungen über das Leben an Bord eines Ozeanriesen und ihre Geschichten aus Hamburg. Kurzer holländischer Snack für Timo, bringen Alina dann zum Bahnhof und ab auf die Transitstrecke in die Heimat.
Freitag abend nach Rheinbrohl, Kletterpartie unter der Römer-Decke, Licht programmieren und Soundcheck. 


Heute dann mit Döner und Angie zum Nürburgring. Treffen da Guido und Caro; Einweihen der Grillsaison und endlich einmal ein Rennen am Ring gucken. Hatte es ihm letztes Jahr super oft versprochen; leider hatte es auch aus der unterschiedlichsten Gründen nie funktioniert. Aber diesmal. Danach noch kurzes Intermezzo auf ein Eis auf dem Linzer Marktplatz. Jetzt sitze ich seit einiger Zeit mal wieder an meinem Linzer Schreibtisch, schwelge in Erinnerungen und bin vollgefressen mit Steaks, Würstchen und all den anderen schweinisch leckeren Grillspezialitäten, vom Eifelwind angeweht.