Samstag, 12. Dezember 2009

...mixed, totally mixed

Auf diesen Moment habe ich lange gewartet: Ich sitze im Zug nach Utrecht und von da aus geht es dann im ICE in Richtung Köln. Vanessa kommt mich später in Siegburg abholen, morgen steht Stockholm auf dem Programm.
Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich meinen letzten Eintrag im Blog verfasst haben. Das einzige, das mir noch in Erinnerung schwebt ist, dass es ziemlich lange her ist. In der Zwischenzeit ist schon wieder so viel passiert, dass es mir wahrscheinlich kaum möglich ist, alles zu streifen. Beginnen möchte ich mit dem, womit mein letzter akademischer Tag in Rotterdam des Jahres 2009 heute geendet hat. Das Trimester flog mal wieder. Wir haben unglaublich interessante Dinge während der letzten 12 Wochen geschafft, aber auch mal wieder super viel unnützen und überflüssigen Kram lernen müssen. Die Klausuren sind geschafft, die letzte habe ich vor gut 1 ½ Stunden abgegeben. Ruhe, endlich. Im Grunde genommen bin ich soweit zufrieden mit diesem Trimester, wenn ich auch gleichzeitig froh bin, dass es rum ist. Einige Dinge möchte ich doch noch kurz hier herausstellen.
Wohl eine der besten Entscheidungen der letzten Zeit war, mich für das Mentor-Programm zu bewerben. Wir hatten Ende August eine einwöchige interessante Trainingssession, die mir allerdings weniger für meine Tätigkeit als Mentor ansich, dafür viel mehr für meine allgemeine Sozialkompetenz und Fähigkeiten, mit einer Gruppe umzugehen und vor einer dieser frei zu sprechen. Das Handwerk für den Mentor musste ich nicht mehr erlernen, ich bin einfach meinem Stil treu geblieben – und das hat mich nicht im Stich gelassen. Mitgenommen habe ich dafür noch viel mehr. Nette Menschen kennen gelernt, viele neue Erfahrungen mitgenommen und vor allem gemerkt, wie viel wichtiger Soziales und Menschenkenntnis in jederlei Lebenslage ist. Definitiv wird es überall unterbewertet.
Das andere wirklich Wissenswerte habe ich bei einem Besuch des niederländischen Bildungsministeriums erfahren, welches wir für ein Uniprojekt auf Organisationstheorie untersuchten. Dieses kleine Holland, das von uns „Überdeutschen“ immer so gerne belächelt wird, ist uns in einigen Dingen mehr als 100 Meilen voraus – das war nichts neues. Dass Bildung in den Niederlanden essentiell und hoch gefördert wird, auch nicht. Aber, dass dieses kleine Land, das bevölkerungsmäßig gerade mal weniger als ein Viertel von Deutschland ist, aber trotzdem das vierfache (!!) in die Bildung investiert, als der große Nachbar, ist kaum vorstellbar. Sage und schreibe 40 Milliarden Euro schießen die Tulpentreter jedes Jahr in die Bildung. Beispiellos.
Das bringt mich zu einem anderen Punkt, der mich sehr bewegt hat und mich noch stets nicht wirklich ruhig schlafen lässt. Schwarz-Gelb ist zurück. Merkel Kanzler, naja, gut, sie wird das tun, was sie bisher auch getan hat: Nichts neben nett lächeln. Aber dann kommt es: Vize-Kanzler und vor allem Außenminister ist dann trotz aller Befürchtungen das Pickelgesicht aus Königswinter geworden. Wie mein Blog-Kollege Biesi es nannte: „Gaypride Guido ist endlich da, wo er hinwollte.“ Na bravo. Erste Handlung: Unsere große Industrienation in der internationalen Presse so was von blamieren. Junge, wenn du kein Englisch kannst, dann lern es oder werde bitte kein Außenminister. Der mittlerweile 90-jährige Altkanzler Helmut Schmidt hält selbst im hohen Alter noch Vorträge vor dem Harvard-Club in New York (IN ENGLISCH) und diskutiert auch in dieser Fremdsprache. Mir kann doch niemand erzählen, dass in der heutigen Zeit, in der man grundsätzlich nicht genug auf dem Curriculum Vitae stehen haben kann (Sprachen inbegriffen), dieser Kerl, der auch noch einen akademischen Abschluss erlangte nicht in der Lage ist, vernünftiges Englisch zu sprechen? Selbst wenn nicht, es würde ja niemanden kratzen, aber werden Sie doch dann bitte kein Außenminister Herr Westerwelle. Übrigens, an unserer Bildungssituation in Deutschland ändert sich immer noch nichts. Lächel weiter, Angela.
Also ging es fleißig ans Lernen und Studieren. Nebenbei hat sich auch noch eine andere zufällige Begegnung meines Vaters mit einem alten Bekannten im Sommerurlaub zu einer wahren Glücksaktion herausgestellt. So bin ich mittlerweile nach einem leckeren Scampi-Essen in Zeeland und zwei Treffen im Rotterdamer Büro Praktikant bei einem Transportunternehmen. Das Unternehmen ist in der Logistik, genau gesagt im Schienentransport in Europa (welche Zufälle,…) tätig. Die Arbeit macht unglaublich viel Spaß, besonders der Dialog zwischen Holland und Deutschland birgt seine Tücken und Herausforderungen, aber auch viel Freude.
Ansonsten mag ich mich gar nicht beschweren. Das Leben ist stressig aber schön wie immer und so freue ich mich jetzt auf ein paar gemütliche Tage in ganz Westeuropa, mit Freundin, Familie und guten Freunden. Morgen geht’s nach Stockholm, am Dienstag zunächst nach Düren und im Anschluss wieder nach Rotterdam. Am Mittwoch empfange ich einen meiner besten Freunde aus den USA und drei seiner Kommilitonen in Schiphol. Es wird eine schöne Zeit.

Dienstag, 15. September 2009

Das war dann wohl der Sommer

Okay, heute erkläre ich den Jahrhundertsommer offiziell für beendet. Ich habe vor wenigen Minuten meinen Kamin wieder angeschmissen, da ich trotz dickem Pulli und langer Hose, Kaffee und Schokolade immer noch frierend am Schreibtisch sitze. Das Winzerfest war sicherlich der monumentale Abschluss eines Sommers, den ich so in meinem Leben noch nie erlebt und sicherlich auch noch nie so genossen habe.
Kurzer Rückblick: Am Freitag haue ich mich nach der Vorlesung in den Zug und düse nach Köln, wo ich mich mit den Damen und Herren aus Linz zum BAP Konzert treffe. Um ein Haar hätte ich dann meine gesamten Anschlussverbindungen verpasst, da die Herrschaften von der holländischen Polizei in Venlo nun auch noch Drogenkontrollen veranstalten. Nur mit dem Haken, dass der Zug solange noch am Bahnsteig stehen muss bis Polizei und Drogenhund mit den entsprechenden Nasen wieder draußen sind. Dem nicht genug, in Deutschland kommen dann unsere Bundesbehörden auch noch mit einem siebenköpfigen Lederjacken-Trupp durch den Zug.
Ich finde es ja gut, dass dieser Scheiße mit Kontrollen der Hahn zugedreht wird. Wir haben genügend Probleme mit Drogen, gerade in Linz, man glaubt gar nicht, welche bekannten Gesichter man auf dem Weg von oder nach Venlo schon alles erblickt hat. Sicherlich nicht zum Kaffeekaufen. Jedoch wäre ich den Behörden auch sehr verbunden, wenn man den Rest des Zuges, der einfach nur nach Hause oder generell ankommen möchte dadurch nicht die Reise zerstört. Raus mit den Idioten und dann könnt ihr die da filzen wie ihr wollt.
Nunja, es ist ja nochmal gutgegangen. BAP Konzert ein Traum. Open Air vor dem Dom, astreines Wetter und ein gut aufgelegter Wolfgang Niedecken, der eine Spitze nach der anderen nicht nur auf musikalische Weise rausklatschte. Bereits in der Anmoderation rechnete er mit ProKöln ab (Danke an den Stadtrat, alle haben zugestimmt, bis auf die Arschlöcher, aber die brauchen wir eh nicht). Bei der Ansage der Ruut Wieß Blau querjestrieften Frau verwies er dezent auf das dekadente Volk auf dem Balkon des Dom Hotels, die sich schmarotzerisch und stocksteif die fantastische Musik über sich ergehen ließen ("ich bin mir sicher, die RWB querjestriefte Frau steiht jetzt och irjendwo om Balkon do ovven"). Super Konzert, die Jungs spielen bis kurz nach elf. Zitat:"Jesetz is in Kölle bess 10, bess 11 muss dann alles jerejelt sinn".
Samstag dann zunächst mein Bike in die Werkstatt, dann mit Vanessa nach Asbach und im Anschluss im Tiefflug auf den Marktplatz zur Volksbelustigung mit der Feuerwehrkapelle. Heim, Essen, umziehen, rumplauzen und ab aufs Winzerfest. Sicherlich einwürdiger Abschluss eines nie zuvor dagewesenen Sommers, der mich durch sieben Länder, auf zwei Kontinente, in ne Menge Flugzeuge, durch einige Tage Zugreisen und jede Menge Straßenkilometer führte und wohl kaum schöner hätte enden können. Danke, dass ich das alles erleben durfte.
Gleich Uni, danach beginnt für mich wieder das Arbeiten - gestern war ich von 9-19 Uhr auf dem Campus. Es geht schon wieder gut los - aber wollen wir's anders? Ihr kennt mich,...

Donnerstag, 10. September 2009

Zeit?

Nunja, wie soll man sagen? Der Zimmermann ist mal wieder voll und ganz in seinem eigentlichen Leben angekommen. Der Blog ist seinen einem Monat fast unberührt geblieben. In der Zwischenzeit war ich auf zwei Kontineten, bin in drei verschiedenen Ländern unterwegs gewesen und bin zwischen Rotterdam und Linz hin und her gebrettert um so im großen und ganzen alle meiner Termine wahrzunehmen. Ich möchte nur ein kleines Wrap-Up hier machen, die fantastischen letzten vier Wochen sind mit Worten kaum zusammen zu fassen, vielmehr sind es die Emotionen die hängen bleiben. Die sind allerding bekannter Maßen relativ schwer zu beschreiben.
Wir starten Mitte August, als ich noch in den USA war. Meine Überraschungstour hatte sich dem Ende zugeneigt, da im Großen und Ganzen alle surprises funtioniert haben. Scott musste wieder ins College und ich hatte mich ja für eine Woche als Dozent/Gast-Belustiger an der High- und Middle School in Marietta angeboten. Montags einfach nur ein bissel mit Jerid durch die Schule gewandert, alle Leute wiedergetroffen. Chit Chat hier, Chit Chat da. Leigh Colburn, die Direktorin, fällt mir zu meiner vollkommenen Verwunderung vor allen am Morgen eintrudelnden Schülern um den Hals und bekommt sich kaum wieder ein. Tolles Gefühl, wieder zurück zu sein. Wie gesagt, dieses Ahaaaaaa-Gefühl "Ich bin in Amerika - Wow" ist nicht mehr das alte, aber es ist umso schöner jetzt alle Menschen wiederzusehen und einfach den American Way of Life (zudem immer mehr und neue Impressionen kommen) zu leben.
Dienstag dann in die Middle School. Die Kiddis sind sehr interessiert und stellen echt gute Fragen. Bin vollkommen von den Socken, es sind also nicht immer diese uninteressierten Amerikaner. Auch wenn so manche alt bekannten Geschichten immer wieder auftreten.
Mittwoch und Donnerstag in der High School. Mrs. Robinson, die Deutschlehrerin, ist viel zu herzlich. Kauft mir extra Croissants und Sprudelwasser (da ihr Marisa beim Austausch wohl immer klargemacht hatte, dass man in Deutschland "Wasser mit Kohlensäure" trinkt,...), was mir natürlich vollkommen zuspricht, da ich diese "gesunde" Volvic Plörre eh nicht abkann und die Amis ja bekanntlich nur ihre fiesen Springbrunnen an jeder Ecke haben, aus denen sie Wasser saufen.
Wahnsinnige zwei Tage, ich lerne unglaublich viel. Treffe jede Menge neue Leute, sehe viele Freunde wieder und bin froh, dass ich mal wieder ein wenig "freies Sprechen" vor einer Gruppe geübt habe, denn das Mentor Training nähert sich doch stetig.
Freitag bleibe ich zu Hause und warte voller Anspannung auf die Abfahrt zum Flughafen, in der Hoffnung, dass diesmal alles glatt geht. So ist es auch: Ich kann sofort einen Platz in der Maschine erhaschen und lade überpünktlich am Samstag Morgen in Frankfurt. Ab in den ICE und nach Zeeland wo die Family schon auf mich wartet.
Sonntags in den alten Hafen in Rotterdam, wo mein alter Herr seine neue Kamera ausgiebig testet und wieder zu alter und wundervoller Fotografie-Kunst und - Begeisterung zurückfindet.
Montag bis Donnerstag Mentor Training. Harte aber wahnsinnig gute Tage. Ich würde zwar fast sagen, dass sie mir für meine Mentor Sessions selber nicht unbedingt viel gebracht haben; für mein Denken und Vorbereiten jedoch eine ganze Menge. Außerdem war es mal wieder eine einmalige Socializing-Aktion, denn seltsamerweise sind hier Menschen gemixt, die vorher so gut wie gar nix mit einander zu tun hatten. So haben wir hier echt Menschen aus allen Cliquen und multikulti sowieso. Mittwochs sind wir dann alle leicht versackt, was dazu führte, dass der Donnerstag äußerst heiter wurde. Ich persönlich habe den ganzen Laden mit zwei Lachflashs alleine schon gesprengt, die nur mit Frischluft und 10 minütiger Pause beendet werden konnten.
Freitag wieder nach Hause, Sonntag Probe, ein paar Tage Heimat genießen. Mittwochs wieder nach Rotterdam, Donnerstag erste Mentorsession. Läuft gut, bin zufrieden. Danach mit Max zurück nach Deutschland. Ich schmeiß mich in Oberhausen in den Zug und düse nach Hause.
Freitag waren wir in Dattenberg, Festkommers und Zapfenstreich. Samstag Pooschtetour nach Dattenberg. Sonntag Königsball in Dattenberg. Wie der Zufall es will, habe ich irgendwie die Stundenplanänderung verpasst und stelle erst am Samstag fest, dass ich doch am Montag morgen um 9 Uhr in Rotterdam in der Vorlesung sitzen muss. Also, 4.30 am Montag Morgen Papataxi nach Venlo und dann ab zur Uni. Das Leben hat doch wieder gut angefangen,....

Samstag, 15. August 2009

Und wieder in Auburn

Soderle, der erste eigentliche Zweck dieser Reise ist erfüllt. Fast alle Überraschungen sind geglückt. Am Donnerstag Mittag von Auburn nach Marietta gedüst, dann kurz neue Klamotten eingepackt und ab ging es wieder on the road um Daniel zu überraschen. Auf dem Weg nach Milledgeville lag zum Glück und gaaaaanz zufällig ein Outlet Shopping Center, sodass ich die erste Einkaufsoffensive schon einmal starten konnte. Hatte mich mit Patrick Doran kurz geschlossen, dass er quasi meinen Informanten spielt und dafür sorgt, dass Daniel da ist, wo er sein sollte, wenn ich an der GCSU eintreffe. So war es dann auch. Ganz zufällig feierte Travis auch noch seinen 21. Geburtstag, sodass wir quasi genau zum richtigen Zeitpunkt dort unten eintrafen und uns in die Reihen der Partypeople mischen konnten. Überraschung voll und ganz geglückt. Daniel hatte keinen blassen Schimmer, obwohl alle im Nachinein sagen, dass sie jetzt alle Andeutungen und komischen Situationen verstehen. Ende vom Lied war, dass wir alle fürchterlich betrunken gegen drei Uhr ins Bett gefallen sind, aber so viel Spaß an dem Abend hatten, wie ich im Leben nicht erwartet hatte. Am nächsten Morgen dann gegen zehn aus den Federn, duschen, noch ein bisschen Plaudern und dann wieder ab on the road. Fahren wieder nach Macon, um dort Maddie zu überraschen. Haken ist nur, dass sie im Grunde genommen, wie sie Scott am Telefon sagt, keine Zeit hat. Bekommen sie aber dann doch überredet, dass wir uns zum Lunch treffen. Einziger Haken ist, dass sie uns die Fahrtanweisungen aus Marietta kommend durchgibt, wir aber aus einer ganz anderen Richtung kommen. Whatever, nach ein bisschen Verfahren und ein bisschen Glück haben wir's dann doch geschafft und die nächste Überraschung ist vollkommen geglückt. Maddie kann ihren Augen nicht trauen. Die ganze Sache ist auf Video dokumentiert.

Essen zusammen in einem mexikanischen Restaurant und fahren Maddie dann zu ihrem Zimmer. Sehr nett, diese amerikanischen Studentenwohnheime, muss man schon sagen. Allerdings ist Scott's alte Wohnzelle in einem Bunker gelegen, an den noch nicht einmal der Hauseingang der Boergoensevliets 69a in Rotterdam herankommt. So einen Drecksstall habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Dieses riesen Fraternety House ist wohl, wie er mir erklärte, während des akademischen Jahres relativ sauber, aber zur Zeit, da alle umziehen, nicht ganz so sehr. Das habe ich gesehen.
Dann geht es von Macon zurück nach Auburn. Highlight: Der Zimmermann darf zwei Stunden auf dem Highway cruisen. V8 SUV und ab auf die Piste. Ist zwar ein bisschen langweilig, da
Tempomat auf 60 Meilen und immer geradeaus, aber das Gefühl ist trotzdem bombastisch.
In Auburn zu ein paar Freunden rumgefahren, Pizza, rumgehangen und dann war für mich Schicht im Schacht. Scott und die anderen sind noch los, ein bisschen Feiern aber mir vielen so die Augen zu, dass ich mich lieber ein Ründchen ins Bett geklatscht habe.
Gleich geht es zu einem See, noch ein bisschen Einkaufen und morgen dann schon wieder zurück nach Maaaaarietta.
Mehr Fotos sind übrigens in der Picasa Galerie: http://picasaweb.google.de/guitarflame0815/USA09

Mittwoch, 12. August 2009

Auburn, Alabama

Nach dem letzten Wochenende, das wirklich vollkommen aus dem Rahmen fiel, sollte sich großartiges ankündigen. Bis Donnerstag war ich noch fleißig im Kindergarten arbeiten gegangen, nachdem ich mich zuvor eine Woche mit Denise ans Meer verzogen hatte, um noch einmal zu relaxen. Freitag Abend dann der nächste (Zitat!!!) "U-HU Geburtstag" (Abk. Unter-Hundert), wie eine 50. Geburtstagsparty neuerdings abgekürzt wird. Die Feiernde war niemand weniger als meine Mutter. Dementsprechend den ganzen Freitag oben in Linz in der Grillhütte gewuselt, und dann bis ca. drei Uhr gezaubert. Tolle Feier, hat wirklich viel Spaß gemacht, alte Bekannte wieder zu sehen und es uns allen gut gehen zu lassen.Samstag Morgen dann fix zum Reinemachen und dann ab in Richtung Dornholzhausen via Rheinbrohl City.
Dieser Auftritt ist nicht umsonst der meinst erwartete in unserem Terminkalender. Die Leute da oben, fast am Ar*** der Welt, sind wirklich unglaublich freundlich und der LKW, der als Bühne herhält, sowie die selbstgebastelte Deko längst Kult. Leider sind die Leute bis gut halb elf nicht so Richtig in Partystimmung, drehen aber zum Ende hin volle Kanne auf. Gelungener Abend, ab nach Hause, gegen vier im Bettchen.
Mit den Oldies zum Frühstück rau
s, die fuhren in Urlaub - letzte Vorbereitungen für die große Reise und ab nach Mainz, wo ich Gott sei Dank bei Vanessa unterschlüpfen konnte und so bloß ein halbes Stündchen zum Flughafen brauchte.
Montag Morgen also los nach Frankfurt. Alles ganz normal, einchecken, Security, Gate. Dann kam der Haken. Da ich auf Standby geflogen bin, konnte ich den Direktflug schon vergessen, da so viele Buddy Flight Passagiere anwesend waren und die Maschine rand voll war. Selbst die Alternative über Cincinnati war erfolglos. Schön war nur, dass ich zwei sehr nette Men
schen kennengelernt habe, Beth, eine mid-40er Amerikanerin aus Alabama und Tahny, eine 12.-klässlerin aus Marburg, mit denen ich mich dann quasi Leid-teilend für den nächsten Morgen wieder verabredete.
Dementsprechend zurück nach Mainz, am Dienstag das gleiche Spiel. Ich hatte die Hoffnung fast schon aufgegeben, als ca. 10 Minuten vor dem Take-Off mein Name durch die Lautsprecher kommt und ich meinen Platz ergatter. Leider Gottes auch noch Business Class. Man gönnt sich ja sonst nix. Das Schöne daran war jedoch, das ich zum ersten Mal auf einer USA Reise satt aus dem Flugzeug stieg, ich gut schlafen konnte und mich zeitgleich noch mit einem ehemaligen Börsenmakler aus Frankfurt unterhalten konnte, der mir ein paar nette Anekdoten aus der Finanzwelt eröffnete.
Landung Atlanta, wer kommt mir oben entg
egen geflogen? Scott,.. Hää? Seine Mutter musste ihn einweihen, da mich sonst niemand abholen
konnte. So hatte er dann wenigstens den Spieß rumgedreht und mich überrascht, wenn ihm auch die Freude über meine Überraschung noch stets in den Augen stand. Wir schmeißen alle Pläne über den Haufen, ich cancel den Mietwagen und wir fahren noch abends nach Auburn, Alabama. Ich fahre die letzte Hälfte der Tour mit dem Truck und so kommen wir gegen Abend am Campus an.
Wir quatschen uns ein bisschen mit Kaylynn, Lauren und Courtney fest und düsen dann noch eben ins Fraternety House. Scott liebt mein Paulaner Bier, das ich ihm mitgebracht habe und wir "versuchen" amerikanisches Bier zum berauschen zu benutzen. Den Amis gelingt das; mir noch nicht so ganz.
Der Jetlag treibt mich früh aus den Federn. Ist aber auch ganz gut so, denn heute stand Umziehen auf dem Programm. Haben viele Trucks voll mit Plunder hierher gefahren, da Scott, Nathan und Nick in ein eigenes Apartment gezogen sind. Bei dem Wetter ist das doch nicht so super angenehm, aber doch leichter als ich erwartet hatte - es sind doch zwischen 30 und 35 Grad hier - und das ist wohl noch kalt.
Gleich erst einmal Essen, dann ab in die Bars. Morgen geht's zurück nach Marietta und dann los zum Überraschen. Es fühlt sich toll an, endlich wieder zurück zu sein. Dieses Gefühl von "Wow, ich bin in den USA" hat sich mittlerweile in ein "Wow, ich bin endlich wieder da" gewandelt,.. Man kennt ja doch schon einiges. Umso schöner ist es, viele, viele Menschen wieder zu treffen und immer noch als guter Freund empfangen zu werden. Es ist eigenlich unbeschreiblich.


Donnerstag, 30. Juli 2009

rush, rush - wo bleibt die Zeit?

Es ist wirklich sehr erstaunlich, wie schnell die Zeit, oder sagen wir besser, wie viel schneller die Zeit noch vergehen kann, wenn es eine schöne Zeit ist. Ich habe im stinknormalen Unialltag schon ohnehin das fürchterliche Gefühl, dass mir mein Leben und jeder Tag aufs neue wegläuft (und ich bin schon durchschnittlich um die 18 Stunden auf den Beinen jeden Tag), so ist es doch in den Ferien noch extremer. Es mag aber - diese Theorie stelle ich jetzt einfach mal in den Raum- auch daran liegen, dass ich wohl in meinem ganzen Leben noch nie so geile Ferien erlebt habe. Obwohl ich wirklich in der Welt herumfahre und sehr viel unterwegs bin, erfreut mich die Zeit zu Hause in meiner rheinischen Heimat mindestens genau so sehr.
So war ich also gut aus den Alpen heimgekehrt, ging es Samstags erst einmal im strömenden Regen gen Eifel, zum Nürburgring. Wir wären ja keine Linzer Strünzer, wenn wir nicht prophylaktisch alles vorbereitet hätten. Zeltplane gespannt, die Rheumadecke ausgepackt und den Grill angeschmissen. Gut, den Damen wurde es dann irgendwann leicht frisch. Also, alles eingepackt und gut gesättigt und leicht angesäuselt nach Hause. Schnell ein Ründchen aus Ohr gehaun, dann zu Bernhard Geyer auf den 50igsten nach Kalenborn.
Mit den Jungs hatte ich ausgemacht, später auch noch in Kathringe einzulaufen, da war Summernightparty. Ohje,...einige Flaschen Sekt später und mächtig Bier im Bauch ging es dann mit irgendeinem Höhentaxi (die Nummer vom Alinka hatte natürlich wieder keiner,...), das Dachdecker aufm Auto stehen hatte gen Heimat. Eintreffen im Bett ca. 5 Uhr. Erfolgreich, Bravo.
Sonntag dann eher gemütlich und ruhig, Mäcces Versprechen eingehalten und dann für ca. 11 Stunden ins Bett. Am nächsten Morgen sollte mich schließlich der tarantelähnliche Hausmeister mit seinem unbändigen Elan erwarten, um die Verschönerung, Erneuerung oder manchmal auch eher des Abriss ähnelder Veränderung unseres Kindergartens voran zu treiben.
So wars auch. Herrliche Woche und nur am Schaffen. Michael und Schorsch und de Ex-Zivi. Haben wirlich gut etwas geschafft, obwohl der Spaß bei allem natürlich auch nicht zu kurz kam.
Mittwoch dann relativ spontan eine Überraschungsparty für unseren Don aus der Taufe gehoben. Ich glaube, damit hatte er so nicht unbedingt gerechnet. Kam aber sehr gut. In altbekannter Mittwochs-Abends-Tradition ein bisschen Bier, ein bisschen Schäääbes und was zum Grillen und viel gute Laune. Schöne Aktion. Video bald online :)
Für Donnerstag stand dann schon wieder eine feucht fröhliche Veranstaltung an. Hatte mich beim Schorsch schon mit den Worten angekündigt: "He, morje fröh ben ich zom Fröhstück bei dir!" - "Watt - ja jood, 6 Uhr?" Gesagt getan. Haken an der Sache war nur, dass ich erst gegen Morgen wirklich zum Schlafen kam, viel zu viel Alkohol im Blut hatte und es mir schon vor dem Abkleben der Fußleisten in gebückter Haltung graute. So hatten wir uns doch mit ein paar Leubsdorfer Musikanten (Patrick, Vanessa and me) und ein paar noch-MGLern (Caro, Mariiiiiissaaaaaa) fürchterlich mit allem auffindbaren und alkoholhaltigen Getränken bematscht, die man sich so vorstellen kann. Ich wiederhole: Erfolgreich, Bravo.
Dementsprechend war der Freitag eher überschaubar, wenn auch der lustigste Arbeitstag meines Lebens.
Samstag und Sonntag dann Probewochenende. Samstags Abends stand ein Abstecher in die Rheinaue an. Bierbörse. Ich war vollkommen überrascht, als die Allerwertesten dort spielten. Ich kannte sie vom Namen, hatte auch schon die ein oder andere Demo gehört, war aber dennoch vollkommen hin und her gerissen, welch gute Musik die Damen und Herren produzierten. Danach noch leicht zum Mäcces und auch eher wieder früh als spät im Betttchen.
Sonntag nach der Probe eine kleine Runde Motorrad gedreht und dann zum Bubenkaffee zum Don. Heim, Bett, noch ein bisschen Arbeiten am Montag und dann ab auf die Maschine und eine Woche Holland mit Denise.

Montag, 27. Juli 2009

Etappe 5: Zugspitze - Linz

Gesagt getan. Ab in Richtung Füssen nach einem ausgedehnten Frühstück am Fuße der Zugspitze. Ehrlich muss ich gestehen: Ich hatte mir mehr versprochen. Neuschwanstein ist nett, muss man auch mal gesehen haben,.. joar, aber dann kann man auch wieder fahren.
Man ist leider durch die wunderschönen Fotografien, die es von diesem Bauwerk gibt (Nebel, andere Seite des Schlosses, als die man von der Straße sieht, Alpen,...) vollkommen voreingenommen und konsequenter Weise irgendwie enttäuscht. Aber, ich bin froh, doch einmal dort gewesen zu sein.
Dann gings an die Gewalttour. 700km bis in die Heimat - kein Problem,..meine Suzi zog mich wieder heil bis ins Rheinland.
Leider erwischte mich zweimal der Regen, einmal zwischen Ulm und Stuttgart ziemlich heftig und dann noch einmal bei Limburg, sodass es auch leicht fies noch dazu wurde,.. Aber die Erinnerungen einer wunderschönen Woche, einem Gefühl der Freiheit und die Vorfreude auf die Heimat tragen dich immer nach Hause.
Endlich wieder in Linz - nach 1707 Kilometern. Schön, wieder zu Hause zu sein - aber ich hätte auch direkt wieder auf die Piste gehen können. Einmal Biker, immer Biker.

Etappe 4: Kreuzlingen - Zugspitze

Jetzt liegt das Ende meiner Tour doch schon ein wenig zurück. Allerdings sind die Impressionen noch genau so präsent, wie kurz nachdem ich mich jeden Abend auf ein neues von meinem Motorrad runterschwang.
Donnerstag Vormittag noch einmal mit Amelie getroffen und eine ganze Weile am See gesessen. Wirklich schön, vor allem ist das Wetter vollkommen traumhaft. Umso besser für meine bevorstehende Alpen-Durchquerung. Sogar so schön, dass wir uns beide so was von das Fell weiter verbrennen. Wird wenigstens nicht kalt auf der Kiste.
Dann heißt es erst einmal Abschied nehmen,... Aber ja bekannter Maßen nicht lange...
Los geht es in Richtung St. Gallen, grobe Richtung Österreich. Traumhaft an der Schweiz ist ja wirklich die Tatsache, dass die vielen, zum Teil auch sehr mediterran geprägten, alten Gebäude den zweiten Weltkrieg auf Grund der schweizer Neutralität vollkommen überlebt haben. St. Gallen ist Zürich vom Wesen her sehr ähnlich. Schade, dass es wirklich zeitlich nur zum Durchfahren reicht. Gerne hätte ich mir die Stadt näher angeguckt.
Von da aus immer näher in Richtung Arlbergpass, durch das Appenzeller Tal. Erste richtige Bergkollision. Mache vor der österreichischen Grenze noch eine kurze Rast, um die letzten Franken zu verballern und dann nichts wie ab auf die Transitstrecke. So langsam wird mir bewusst, was mir bevorsteht. Zuvor war ich noch nie in den Alpen; bin nur einmal auf dem Weg nach Rom über die Berge geflogen. Die Dimensionen werden einem jedoch erst dann bewusst, wenn man wirklich davorsteht. Wahnsinn. Das besondere an den unzähligen Passstraßen sind allerdings auch nicht nur die Höhenmeter, die man nach oben und wieder nach unten und retour zurücklegt, sondern auch die Kurvengestaltung, die es für jeden Motorradfahrer einfach nur traumhaft erscheinen lässt.
So heize ich Kilometer um Kilometer der Zugspitze entgegen, Pass um Pass, Staunen um Staunen. Wirklich einzigartig. Ich bin vollkommen fasziniert. Die Eindrücke kann man kaum beschreiben, noch in Bildern festhalten. Zu gern hätte ich mitten auf der Passstraße angehalten um ein Bildchen zu schießen. Aber die bleiben bloß meiner Erinnerung erhalten - da sind sie auch am Besten aufgehoben. Die restlichen Bilder gibt es am Wochenende in meinem Picasa Album- das ist mir bis jetzt auch noch durchgegangen.
Dann gings über den Fernpass nach Hammersbach. Kurz vor der Grenze türmte sich dann doch ein etwas größerer Koloss auf - die Zugspitze. Wow. Kannte ich sie doch bereits aus Bildern oder Magazingen oder den Erzählungen meines alten Herren, so war sie doch noch unglaublich beeindruckender in reality.
Checke im Hotel ein, dann ab nach Grainau, um ein wenig zu speisen. Um mich ein wenig für die Heimtour zu erholen, schwimme ich noch ein paar Bahnen im Pool mit Blick auf die Waxensteine und falle danach fast ins Koma. Beschließe aber vorher noch, ein Stündchen früher loszufahren und noch eine Stipvisite am Schloss Neuschwanstein einzulegen. Ludwig muss man doch mal gesehen haben.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Etappe 3: Zürich - Kreuzlingen

Heute stand eine nicht unbedingt sehr lange Tour auf dem Programm. Ab und an muss man ja auch die ganze Sache etwas ruhiger angehen lassen. So waren es auf dem Moped heute gerade einmal gut 75km.
Dafür hatte es das Ziel in mehrfacher Hinsicht in sich. Der Bodensee. Ich hatte mir über das Internet eine Pension in Kreuzlingen gebucht, nachdem Amelie mich informiert hatte, dass sie in Lengwil in Urlaub ist. Aus diesem Spontanbesuch war ja im Endeffekt meine ganze Tour erst entstanden.
Frau Duve, die Dame, der die Pension gehört, ist eine gebürtige Saarländerin. Eine sehr nette Frau und eine wunderbare Pension. Schönes Zimmer, ganz modern und für den Preis wirklich perfekt. Komme gegen 12.30 Uhr in Kreuzlingen an und fahre schon um 13.15 Uhr weiter nach Lengwil, um mich mit Amelie zu treffen. Quatschen zunächst ein bisschen mit der Family und fahren dann rüber auf deutsches Staatsgebiet nach Konstanz. Schlendern am Bodenseeufer entlang und bleiben viele Stunden auf einer Bank am See sitzen und quatschen über Gott und die Welt.
Es ist echt super lustig, jetzt mit ihr auf einmal auf Deutsch zu sprechen. Hatte ich sie doch im Dezember im Deutschunterricht an der MHS kennengelernt, so haben wir über Facebook die ganze Zeit immer mal wieder geschrieben. Aber halt auf Englisch. Haben aber auch intern die Abmachung für die Zukunft getroffen: Hier Deutsch; wenn ich drüben bin Englisch. Ist wirklich bekloppt, dass ich mit einer Deutsch-Native die ganze Zeit auf Englisch geschrieben und telefoniert habe. Wir beide beobachten aber die gleichen Phänomene. Wir schmeissen beide die Sprachen durcheinander. Da bin ich ja beruhigt, dass ich nicht der einzige bin.
Gehen noch schön Essen und lachen herrlich zusammen. Echt ein schöner Tag. Die Sonne schien und der Zimmermann hat sich mal wieder die Arme versengt. Naja, besser als schon wieder klitsche nass.
Dann heim in die Pension. Jetzt werde ich mich noch eine Runde in die Badewanne legen und dann nix wie ab ins Bettchen. Und diesmal ganz allein im Zimmer und auf einem komfortablen Doppel(!!!)bett.

Etappe 2: Saarbrücken - Straßburg - Zürich

Gegen acht Uhr mache ich mich schon nach einer erholsamen Nacht und einem guten Frühstück auf den Weg. Zum Glück hat es sich in Saarbrücken über Nacht ausgeregnet und so bleibt der erste Teil der Fahrt ziemlich trocken. Die Straßen sind zwar nass; finde ich aber im Endeffekt ganz gut, denn das bremst. Man hat schon das Gefühl, die Maschine mittlerweile besser zu kennen, sodass man denkt, man könnte etwas mehr wagen. Nene, nur Hööösch.

Ich fahre natürlich mal wieder irgendwie anders, als mir das gute alte GoogleMaps vorgeschlagen hat, sodass ich irgendwo zwar in der richtigen Richtung aber auf einer anderen Straße in Frankreich lande. Gibt jetzt Schlimmeres, es ist ja alles gut ausgeschildert und die grobe Richtung ist ja auch die richtige.
Kurz vor Hagenue fängt es natürlich dann an zu regnen. Ich mache flux eine Pause und stärke mich eine Runde. Der Regen reißt bis Straßburg nicht ab. Was will man machen. Gott sei Dank kein starker Regen sondern mehr Geniesel. Aber aufm Moped kann auch das ziemlich fies werden. In Straßburg dann selbst der erste Schock. Den Weg zum europäischen Parlament haben dann mal nett die Milchbauern mit 150 Traktoren blockiert, um gegen die Dumping-Preise auf dem Milchmarkt zu protestieren.
Super. Dann fahr mal als Jungstudent, der auch gute fünf Jahre kein Wort Französich mehr gesprochen hat da durch die City. Klappt auch irgendwie. Will dann zu den europäischen Gebäuden; blockiert, Polizist. "Parlez vous d'Englais?" (mit Deutsch wollte ich es schon kaum versuchen...) "No!" Dankeschön. Öhhhm,...jaaaaa,..."seulement une photo touristice" - "Oui,..." Puh, alles klar. Die Jungs vom Sicherheitsdienst gucken alle mal ein bisschen blöd, als ich mich mitten auf der Kreuzung querstelle, um ein Bild zu machen. Aber es hat gefunzt.
Dann nix wie weg aus dem Land der Froschfresser. Rüber Richtung Offenburg und dann ab in den Schwarzwald, Richtung Schwarzwaldhochstraße. Im Tal natürlich auch wieder super netter Regen. Vor allem aber nerven mich die LKW. Ich sehe es auch wieder unter dem Aspekt des Bremsens. Denn auch schon das Tal verleitet zum netten Kurvenfahren. Irgendwann bin ich so genervt, dass ich mir ein Baguette und ein Päckchen Kräuterquark kaufe und erstmal Pause mache. Komme schnell mit den Menschen ausm Schwabenländle ins Gespräch. Sehr nett.
Dann aber los. Der Mensch hatte was von Serpentinen erzählt. Naja, da denkste als Rheinländer vielleicht an Neustadt-St. Katharinen oder Bruchhausen. Pahhhh. 800 Meter geht's da hoch; aber vom Feinsten. Wunderbare Strecke, ich bin vollkommen begeistert. Auch wenn's anstrengend ist. Oben angekommen entschädigt der Ausblick über das Tal und die angrenzenden Berge. Wirkich fantastisch. Auch wieder ein Kapitel zu "fabelhafte Heimat". Oben dann ein Schild "Schwarzwaldhochstraße" - aber Richtung Baden Baden. Kommt mir irgendwie Spanisch vor. Wie durch ein Wunder stehen aber am Rand vier niederländische Jungs mit ihren Maschinen. Klar, als eingetragener Rotterdamer anjequatscht und alle Infos bekommen. Goede Reis!
Dann gings los. Papa, das war der Tipp des Jahrhunderts. Berg, Tal, Kuckucksuhren, Bäume, Felder, Flüsse, Bäche, viele Menschen, Motorradfahrer. Wow. So zieht sich mein Weg einmal quer durch den Schwarzwald. Titisee, Schluchsee und dann in Koblenz rüber in die Schweiz. Auch wunderschön. Die Schweizer haben wirklich ein nettes Fleckchen auf Erden.
Stadtgrenze Zürich. Die Junge Dame in Deutschland an der letzten Tankstelle hatte mir den Tipp gegeben, dass man im Grunde genommen gar keine Autobahnplakette in der Schweiz bräuchte; es sei alles auch gut per Landstraße zu erreichen. Haken an der Sache war nur, dass ich so auch nicht auf den Züricher Ring kam und einmal quer durch die ganze Stadt gurken musste. 17:00 Uhr - Berufsverkehr. Naja, es wär kein Zimmermann, wenn er auch nicht diese Herausforderung annehmen würde. Ein Student hatte mir echt gut den Weg erklärt und dann hatte ich mich das erste Mal kurz vor dem Hauptbahnhof verfranzt. Dort kannte ich mich doch ein wenig aus - dachte ich. Also, Taxistand, erster Taxifahre. Da musscht nur,....blaaaaaa, und dann Tram 7 folgen, gansch einfach. Danke.
Erste Runde um den Hauptbahnhof. Zweite Runde um den Hauptbahnhof. Dritte Runde. Dann war ich's leid. Taxifahrer Nummer zwei. Saubere, eindeutige Erklärung. Gefahren, einmal an der Tanke versichert und endlich da.... Nach 1 1/2 Stunden. Schön ist nur, dass strahlend blauer Himmel ist. Haken: Ich komme triefend in der Herberge an. Ich möchte nicht wissen, was die sich hier alle gedacht haben.
Dann ab in die City. Schlendere zunächst einfach durch die bezaubernden Gassen der Metropole, begutachte die Menschen und werde wohl von allen Zürcher Einwohnern mit einer gewissen Skepsis ebenso betrachtet. Hier läuft wirklich das Geld auf zwei Beinen Säckeweise durch die Straßen. Wahnsinn. Lahm sind sie auch alle. Ich frage mich echt, wie die es alle schaffen, über die ultrakurzen Ampelphasen, bei denen ich schon meine Schwierigkeiten habe, zu kommen.
Endlich was zu trinken, was zu essen, ein coop und der Abend ist gerettet. Ich gehe lange durch die Stadt, fotografiere fleißig (ich lade alle Bilder am Samstag in mein picasa Album) und lasse mich schließlich am Zürichsee nieder und schaue den Böötchen und dem sich nähernden Gewitter zu. Der Wind zerzaust meine Haare und ich fühle mich einfach nur wohl. Ich blicke weit hinaus, auf all diese Lichter am Hang, zurück auf diese wahnsinnige Metropole, dieses Land, denke an die Reise hierhin zurück. 720 Kilometer sind es jetzt schon. Ab in die Herberge, noch kurz gesurft und dann tot ins Bett.
Heute morgen dann Dusche, Frühstück und ausgecheckt. Jetzt hat es zum Glück aufgehört zu regnen. Gegen halb elf mache ich mich dann auf den Weg zum Bodensee. Petrus, lass es bitte trocken.

Montag, 13. Juli 2009

Etappe 1: Linz - Saarbrücken

Da ist sie also endlich: Die langersehnte Motorradtour in den Süden. Zunächst angepeilt als ein Trip an die französichsche Atlantikküste mit Baguette und Wein, wurde sie durch einige Zufälle doch leicht anders gestaltet. Vor allem kam mir die Idee, in den Süden zu fahren, da Amelie im Sommer irgendwo in Süddeutschland ist und wir uns vorgenommen hatten, uns zu treffen. Also, schnell eine grobe Route entworfen, die das Zimmermann'sche Familienoberhaupt mit noch einigen Ideen ergänzte und ab auf den Bock.
Heute Morgen Start in Linz um ca. 10 Uhr. Mit meiner holländischen Renn-Frau-Antje auf der B42 in Richtung Koblenz. Schön am Rhein entlang, das deutsche Eck passiert und dann das Moseltal hinunter. Erster Zwischenstopp in Cochem. Kleiner Imbiss und ein nettes Moutain Dew und dann die Kurven und Schleusen in Richtung Saarbrücken erkunden.
Ich war mal wieder vollkommen hin und weg, welch schöne Fleckchen wir doch in unserer näheren Umgebung haben. War ich doch schon bei meinen Westerwald- oder Eifel-Ausflügen im Auto oft sehr begeistert, ist dieses Motorrad-Gefühl doch noch etwas ganz anderes. Das sind die Ferien, nach denen ich mich lang gesehnt habe. Freiheit, Lebensfreude und einfach nur die weite Ferne des Landes erkunden. Jedesmal fasziniert mich das Gefühl, diese Stille, nur meine Maschine, die Natur und mich. Wow. Da braucht man noch nicht mal im Mittleren Westen der USA zu sein. Das Moseltal reicht mir da definitiv zwischendurch. Das eine schließt das andere ja nicht aus.

Die Fahrt geht gut. Gottseidank spielt das Wetter einigemaßen mit. Könnte ein bisschen sonniger sein, aber ich bin im Endeffekt viel zu froh, dass es nicht regnet. So trudel ich gegen 15 Uhr glücklich und zufrieden in Saarbrücken ein. Die Jugendherberge ist mir von meinen Ziviseminaren vor knapp zwei Jahren noch gut in Erinnerung, hier hat sich nicht viel verändert. Einchecken, Bett beziehen und ab in die City. Shoppe ein bisschen vor mich hin und ergattere eine James Dean Biographie, nachdem ich mal wieder verpennt habe, ein Buch einzupacken. Zum Abendessen gönne ich mir ein Dinner bei Vapiano auf der Terasse. Natürlich fängt es an zu Siffen wie aus Eimer. Ich genieße aber doch das Essen unterm Regenschirm und lese dank des McDonalds nebenan die Online-Nachrichten. Jetzt ist also Steinbrück dran. Mit der Gradlinigkeit dieser Politiker kann einfach niemand mehr umgehen. Da hat jemand Passion und Ehrgeiz und vor allem politische Größe und steckt doch nur ein. Helmut Schmidt erging es 1982 nicht anders, als er durch das konstruktive Mistrauensvotum hinweggefegt wurde. Kein Bisschen später lobte aber jeder seine Verdienste für den nachhaltigen Frieden. Diese Parallele liegt wohl in der gemeinsamen hanseatischen Mentalität der gelegentlichen Schachpartner. Sollen wir das jetzt wieder mit James Dean halten?
Nun werde ich mich ins Bettchen machen. Die Mädels von der Ferienfreizeit spielen hier fleißig Gitarre und Singen und erinnern mich an die Zeit, als ich in dem Alter war. Nur, dass sie wesentlich besser singen, als ich jemals werde.

Berlin Review

Wir nachgeliefert. War fertig, dann ist der Rechner abgestürzt. Auf Grund von Müdigkeit und Konzentrationsmangel gibt's das wohl morgen aus Zürich :)

Sonntag, 5. Juli 2009

back home

So, da sind wir wieder, in der rheinischen Heimat. Nach guten zwei Wochen im altbekannten Kindergarten habe ich mir das Wochenende etwas verlängert und mich nach Holland verzogen. Donnerstag musste ich in Rotterdam einige Sache für die Wohnungsübernahme abklären und abends Daniela zur Miss Cantinero-Wahl unterstützen. In einem dachte ich mir, sei es doch auch ganz nett, ein paar Tage in Westenschouwen auszuspannen und der rheinischen Schwüle zu entfliehen.
Wie gut, dass ich das getan habe.
Die Hinfahrt nach Rotterdam am Donnerstag ohne Probleme. Die Straßen frei, die Sonne strahlte so sehr, dass ich aus dem Schwitzen kaum noch heraus kam. Gute drei Stunden gefahren und ein knappes Stündchen Pause und ich war wieder in meinem geliebten New York of Europe. Durchatmen. Endlich wieder frische Luft und keine Sommerschwüle sondern einfach nur ein schönes, warmes Sommerklima.
Die Misswahl war herrlich. Cantinero ist echt eine nette Bar, direkt neben dem Rotterdamer Stadthaus, unweit nur von unserer guten alten Skihut entfernt. Habe mir Sanders Fahrrad geliehen, da meins ja immer noch in Richtung Jenseits unterwegs ist, und war so in keinen 15 Minuten in der Stadt. Lustiger Abend. Monique hat auch mitgemacht. Traf mich dort mit Dustin und habe noch einige andere Menschen aus Danielas Freundeskreis kennengelernt.
Da die Bar schon um eins schloß, wir aber alle noch keine wirkliche Lust hatten, den Abend schon zu beenden, wanderten wir noch zu Dustins Wohnung und ließen uns auf ein bisschen Eis und ein paar Drinks nieder. Natürlich landeten meine niederländischen Kollegen schnell auch wieder bei anderen Konsumgütern, die ja bekanntermaßen dort legal, aber hier verboten sind. Ich finde es absolut interessant, dass mich noch nie jemand zum Kiffen bewegen wollte (ich sperre mich ja nach wie vor gegen diesen Dreck), sondern eher es alle noch bewunderten, dass ich das tue.
Also, vier Uhr im Bett, nachdem ich Priscilla noch auf meinem geliehenen Bike nach Hause verfrachtet habe, um zehn gings wieder raus.
Ab zur Bank, noch einige Formalitäten wegen der Miete klären und dann ab nach Zeeland.
Herrliche drei Tage an einem der wunderschönsten Fleckchen auf der Erde verbracht. Ich bin jeden Abend zumindest am Strand entlangspaziert, habe die Seele baumeln lassen und einfach mal abgeschaltet. Einmal war ich sogar nachmittags schwimmen. Herrlich.
Es ist einfach traumhaft, wenn man an diesem sechszehn Kilometer langen Sandstrand auf und abspaziert, sich im Grunde genommen bewusst wird, dass man schon 21 Jahre lang diesen kleinen Luxus genießt. Ich habe einige der schönsten Stunden meiner Kindheit und meiner Teenie Zeit hier verbracht und schon so manche Abende dort gesessen und auf Meer hinausgeblickt. Traumhaft kommt auch von Träumen.
So manche Träume haben schon an diesem Strand begonnen. So manche Träume habe ich schon an diesem Strand in den Wind geschossen und so manche Träume sind mir auch am Wochenende erst wieder in den Sinn geschossen. Träume sind nicht irgendwelche dämlichen und banalen Vorstellungen; ob man nun einen 3er und einen 1er BMW später in der Garage stehen hat, für den man wahrscheinlich noch nicht mal einen Finger krumm machen musste, wie es sich so manche Menschen immer als "Traum" ausgemalt haben, steht für mich als Träumen zur Debatte. Träumen ist viel mehr, ein festes Ziel, eine Ambition, eine Vision vor Augen zu haben. Einen gewissen Idealismus an den Tag zu legen und sich in seine Zukunft zu stürzen. Right back where I started from. Ich kann es kaum erwarten.
Gleichzeitig überraschte mich, wo wir gerade bei meinen Träumen sind, der Anruf von Scott, der mir bestätigte, dass er seinen Flug nach Amsterdam im Dezember gebucht habe; die anderen waren kurz davor, ihn auch zu buchen. Also schnell ein Programm aus Taufe gehoben. Wenn das alles so klappt bin ich hocherfreut. Das kann nur herrlich werden.
Dann von Samstag auf Sonntag 12 (!!!) Stunden geschlafen. Natürlich war ich morgens gegen sieben Uhr das erste Mal wach; das war mir aber weit zu früh. Also noch einmal rumgedreht und bis zwölf durchgepennt. Musste echt noch einmal sein, obwohl ich mir auch sicher bin, dass das das erste Mal seit - ja fast - Jahren ist.
Um halb sechs dann auf den Bock, ab nach Hause. Im Großen und Ganzen verdammt Glück gehabt mim Wetter, kurz hinter Antwerpen überraschte es mich dann mit einer Regenschauer. Tankstelle, Pause. Aber leider zog der Wind die Wolken genau in meine Fahrtrichtung, sodass mir nicht viel mehr als der Kamikaze-Flug übrigblieb. Halb zehn Eintreffen in Linz. Bisschen Smalltalk, bisschen Skype und Facebook. Und jetzt geht's in die Heia. Morgen warten wieder einige Kids auf den unermüdlichen Einsatz eines ehemaligen Zivis :)

Freitag, 19. Juni 2009

Right back where I started from

Soderle, Rückweg von Troisdorf. Kurzes Impressionen festhalten:

Was wäre ich ohne Musik? Ich wäre ein Wrack ohne meine Freunde. Eine Rockband Probe führt einen wieder da hin zurück, wofür man vor langer Zeit mal angetreten ist.

Christian war vollkommen begeistert, dass wir Travels zum Besten gegeben haben, obwohl ich furchtbar sickig war, dass sich meine Gitarre in der Zwischenzeit wieder verstimmt hatte. Naja, mähste nix.

Im gesamten war der Abend mal wieder feucht fröhlich - was auch nicht anders zu erwarten war; toll plaza war ja unterwegs.

Wenn ich gleich durch meine Heimatstadt nach Hause gelatscht bin, werde ich mir einen guten Whisky nehmen, mein neues Helmut Schmidt Buch zu lesen beginnen und mich der ersten gelungenen Ferienwoche erfreuen.

Zwischenbilanz

Wir halten fest: Eine Woche Ferien. Schneller als gedacht schreitet natürlich die hart erarbeitete freie Zeit wieder vorran und folglich schrumpft die verbleibende Ferienzeit. Aber, was solls? Immerhin liegen noch große Projekte vor uns. Das Wochenende ist mittlerweile gut verdaut und mein Schlafmangel der vergangenen Wochen halbwegs beseitigt. So trifft man nach und nach alle alten Weggefährten und Freunde wieder und freut sich, etwas länger als auf nur ein Tässchen Kaffee zusammen zu sitzen.

Gestern habe ich dann auch endlich nach langen Versprechungen meine Zivi-Wirkungsstätte noch einmal besucht und einen tollen Tag gehabt.

Ende vom Lied: Wenn die Perso keinen Strich durch die Rechnung macht, gehe ich ab Mittwoch wieder als halber Zivi arbeiten. Starke Aktion.

Gerade sitze ich im Zug nach Troisdorf auf dem Weg zur nächsten Spontanaktion mit Großmeister Klassmann. Unser gemeinsamer Gitarrenlehrer Christian veranstaltet heute ein Schülerkonzert. Sebi war spontan der Auffassung, dass Master's (z.T. eher ehemalige) Musterschüler da auch zusammen ne Runde Travels reißen könnnten.

Immerhin ist der legendäre Abend auf dem Barbarossaplatz auch schon wieder ein gutes Jahr her. Damals entstand im vollkommenen Alkoholexzess und vor lauter Gefühlsduseligkeit eine 17 minütige Duo Version von Pat Matheny's "Travels", die bis heute den absoluten Höhepunkt meines gitarristischen Könnens darstellt. Mal sehen, wie es gleich läuft.

Eigentlich wollte ich heute Abend nach Erpel auf die Kirmes, aber die auch eher spontane Einladung zu Sebis Rockband-Probe wandelte meine ohnehin schon wachsende Unlust in eine lustige Vorfreude.

Ich bin echt super glücklich, dass Sebi bei uns eingestiegen ist. So haben wir nicht nur einen fantastischen Gitarristen dazugewonnen, sondern vor allem habe ich endlich wieder mehr und häufiger Kontakt zu einem verdammt guten Freund mit dem ich auch schon die eine oder andere Geschichte erlebt habe und der mich, und ich ihn schon durch so manche Hochs und Tiefs begleitet hat.

Mittwoch Abend mim Don den ganzen Abend auf Tour gewesen und einige Dinge geregelt. Eben mit der Simone ein Eis gegessen, am Dienstag gehts mit Denise und den Rheinbrohler Pfadfindern nach Mainz. Der Film über 20 Jahre Mauerfall hat doch tatsächlich den 2. Platz belegt.

Eine Nachtschicht hat doch manchmal einen Sinn.

Schön, wieder zu Hause zu sein.

Sonntag, 14. Juni 2009

Oooops

Nunja, ich möchte gar keine großen Rechtfertigungen anführen, warum der Blog seit einigen Wochen fast gar nicht mehr angerührt wurde,.... Ich finde viel mehr, dass ich einen besonderen Anlass habe, den Blog wieder neu aufblühen zu lassen: Der Papa hat endlich Ferien.
Man halte fest: IBA Bachelor of Science, Jahr 1 von 3, ohne Re-sit erfolgreich abgeschlossen.
Folglich 2 1/2 Monate Ferien und eine unglaublich geile Zeit, die vor mir liegt.
Die Ferien haben schon bestens begonnen.
Nachdem ich am Freitag meine letzte Klausur (übrigens das sagenumwobene Finance und Accounting Monster, das im letzten Jahr nur von knapp 20% bestanden wurde) geschrieben und noch mit 7.9 best
anden habe, der Business Plan bei unserer Firma abgeben wurde und alles, alles, alles erledigt war, machte ich mich auf den Weg nach Hause. Mein treues Motorrad trug mich in aller Ruhe in die Heimat und pünktlich zum Sonnenuntergang passierte ich die Stadtgrenze von Linz am Rhein, Germany.
Samstag früh kickte mich dann mein Alltagstrott um halb sechs aus dem Schlaf; bis acht noch ein wenig rumgewälzt. Dann aus den Federn und gegen Mittag ab zum Weinblütenfest. Sebi schon in bester Laune, der Rest der Band auch. Aufgebaut, gespielt und tierisch gerockt. War alles in allem mal wieder ein rundum gelungener Auftritt.
Besonders schön war es, die Mädels endlich wiederzusehen. Freue mich jetzt ganz besonders, dass wir alle auch noch einmal ein wenig länger als nur auf ein Tässchen Kaffee on the go irgendwo zusammenfinden. Tolles Gefühl. Da fühlt man sich dann wirklich zu Hause. Abbauen. Einladen. Ausladen. Ab zu Stall Total. Sebi musste ja kultiviert in die süd-provinzialische kölsche Feierkultur eingeführt werden. Der ganze Abend endete dann irgendwie damit, dass wir beide um halb fünf beim Mäthe rausgeflattert sind und einmal Karussel rückwärts in der Goethestraße gebucht haben.
Dementsprechend allgemeine Katerstimmung heute morgen, die allerdings der guten Laune keinen Abbruch tat. Schorsch kam noch die Gitarren abladen und auf ein Käffchen plaudern. Sebi und Don gaben sich quasi die Klinke in die Hand.
Der letztere überraschte mich dann noch umgehend mit ein wenig warmer Mittagskost, sodass mein leichtes Völlegefühl im Magen alsbald verschwand. Nachmittags ab zu den Großeltern nach Ohlenberg. Zufällig renne ich noch Dolli in die Arme. Herrlich ein wenig zu quatschen. Heute abend sind dann die restlichen Familienmitglieder wieder aus dem Urlaub eingtrudelt, sodass die Goethestraße 34 wieder eine ungewohnt dichte Bewohnung annahm. Schön wieder zu Hause zu sein.

Sonntag, 24. Mai 2009

Krafttanken

Dieses Westenschouwen fasziniert mich immer wieder. Zum einen habe ich tatsächlich wieder eine gewisse und nicht ganz unerhebliche Motivation, die letzten Wochen des laufenden akademischen Jahres hinter mich zu bringen, zum anderen habe ich aber auch wieder meinen Rhythmus gefunden. Heute morgen, 6 Uhr: wach. Ich war fassungslos und vollkommen begeistert. Kam ich doch die letzten Wochen morgen regelrecht mit dem Arsch nicht aus dem Bett, obwohl ich schon wesentlich früher ins Bett ging, als gewöhnlich, haben mit die paar Tage hier am Meer wohl doch mehr geben können, als erwartet.Man kann es sich wirklich nicht vorstellen, wie viel Ruhe und auch Kraft dieses bescheidene Fleckchen südlich von Rotterdam ausstrahlen. Apropros Strahlen - Die Sonne scheint wohl aus Spanien geflüchtet zu sein - hier ist traumhaftes Wetter. Ich bin natürlich prompt am Freitag nach dem Eintreffen gegen 13 Uhr nach einer schönen Motorradtour im Sönnchen mit meinem Makro-Buch eingepennt. Resultat: Pelz verbrannt - Konsequenz: nette Bräune. So mögen wir das.
Ansonsten genieße ich einfach nur das einfach Leben. Kein Trubel, kein Stress. Einfach gemütlich auf der Terasse sitzen, den Kaffeekonsum reduzieren und die Energie durch Substitutprodukte wie schwarzen Tee aufrechterhalten. Strandspaziergänge, Motarrad fahren über die Insel und Einkaufen im vollkommen von Bundesgenossen überlaufenen Supermarkt, nachdem mich drei Landsmänner fast mit dem Auto überrollt hätten. Da soll mir noch einmal einer erzählen, Rotterdam Süd sei gefährlich. Nun denn.
Gestern Abend hab ich seit Ewigkeiten mal wieder den Fernseher eingeschalten und bin auch noch gleich bei einer der Sendungen kleben geblieben, die mich eigentlich über die Jahre zum Fernseh-Hasse machten. Jedoch, diese "Die 25 emotionalsten Momente in Deutschland"-Sendung, war aus dem einen Blickwinkel wieder genau die selbe "wir machen aus allem einen guten Lacher"-Leier, die RTL seit der ersten Ausstrahlung der "ultimativen Chartshow" auf jedes neue Konzept projiziert, aus dem anderen allerdings auch tiefgehender. Ich möchte nicht sagen tiefgründiger, aber tiefgehender. Die meisten der 25 Momente lagen jenseits der Zeit, die ich miterlebt habe, bzw. die ich bewusst miterlebt habe. Es verdeutlichte mir allerdings auch, welche schnelllebige Zeit die BRD in den letzten 60 Jahren miterlebt hat - und wir alle inbgriffen. 6o Jahre Verfassung, 60 Jahre souveräner Staat. Eine Menge Leid, harte Arbeit, aber auch Momente des Glücks. Ich bin jedes Mal von mir selbst überrascht, wenn mir urplötzlich die Tränen in die Augen schießen und mein ganzer Körper einer Gänsehaut gleicht, wenn ich z.B. Genschers Worte höre: "Ich bin zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise,..." und dann ist Feierabend. Wahnsinn. Ich war grad 1 1/2 Jahre alt, aber irgendwie ist es dann doch ein Gefühl des Glücks, erst Recht, wenn man die Bilder des Mauerfalls sieht, "Wind of Change" hört und die ganze Schimpferei über die Millionen, die die Wiedervereinigung verschluckt hat, doch wieder vergisst. Neben der Landshut-Entführung und der Hamburger Flutkatastrophe gab es aber einen Moment, der mich persönlich noch intensiver bewegte.
Auf den vorderen Rängen tendierte quasi die "Verabschiedung" von Rudi Carrell. Tja, was habe ich genau mit diesem Mann zu tun? Eigentlich nicht viel mehr, als mit jedem anderen Prominenten auch... Man kennt sie aus dem Fernsehen, man meint, sich für Ihr Leben interessieren zu müssen, aber im Grunde genommen kennt man nur ein projiziertes Bild, das man von Ihnen aufschnappt.
Ich weiß nicht mehr, wo her wir kamen und in Köln Hbf aus dem ICE ausstiegen, als ich quasi Rudi Carrell in die Arme lief. Ich war vielleicht 13 Jahre alt, oder 14, nicht viel mehr. Ich natürlich hin - was macht man? Autogramm. Er war einfach nur nett. Wir fuhren zusammen die Rolltreppe herunter, er machte sogar noch Witzchen, ich sollte doch seinen Koffer gut festhalten auf der Treppe während er das Autogramm schrieb, da wären die anderen der 7 Köpfe drin. Und dann steht er da gestern auf der Bühne, gezeichnet von seiner schweren Krankheit, ca. 10 Tage bevor er verstarb und nahm die goldene Kamera für sein Lebenswerk entgegen. Mit Würde, Humor und seiner Eigenart, die Deutschland über Jahrzehnte bewegt und unterhalten hat.
Der bemerkenswerteste Satz in meinen Augen war: "Es war eine Ehre in diesem Land und vor diesem Publikum Fernsehen machen zu dürfen". Schon erstaunlich, wie er selber sagt, ein Holländer in Deutschland mit solche einem hohen Beliebtheitsgrad. Auch er, ein Botschafter.
Umso mehr ich sah, gestern Abend, umso mehr wurde mir wieder unser Identitätsproblem bewusst. Da taucht die WM2006 auf. Deutschland im Fahnenmeer. Ich meinem Kopf singt Wolfgang Niedecken von der WM1990: 
"Wo mer och hinluhrt: Nur noch Deutschland. Su penetrant, wie ich et noch nit kannt - als jööv et sons nix mieh! En Zeidung, Fernsehn un em Radio, em Bus un ahn der Wand vum Männerklo – als jööv et sons nix mieh! Mir sinn Nabel der Welt, nur ahm Tellerrand hällt uns Phantasie. Kei Jewesse mieh quält. Deutscher Fleiß un deutsch Jeld – sons zällt janix mieh. Denn mer sinn widder wer zweschen Alpe un Meer un vum Rhing bess zur Oder ... wie lang nit mieh! Mir sinn fürchterlich stolz, schwenke schwazz, ruut un jold, singe Hymne su laut ... wie lang nit mieh! Deutsch-besoffe vüür Glöck, keine Bleck mieh zoröck. Nur noch vörrahn, wie Panzer ... wie lange nit mieh!"
Schön finde ich aber, dass man seit 2006 auch wieder ein bisschen mehr stolz darauf sein kann, oder sich zumindest nicht mehr ganz so schuldig fühlt, wenn man behauptet, stolz auf Deutschland, oder noch viel schlimmer, stolz, ein "Deutscher" zu sein. Selbst ich ertappe mich dann doch wieder, "Deutscher" in Anführungszeichen zu setzen. Unglaublich. Da fühl ich mich mit Europäer aus Deutschland irgendwie wohler. Wir haben noch einen langen Weg vor uns.

Mittwoch, 20. Mai 2009

Endspurt ?

Soderle, auf geht es in den finalen Spurt des akademischen Jahres 08/09. Jetzt muss einfach nur noch so ausklingen, wie es das ganze Jahr über funktioniert hat - dann bin ich glücklich. Zwei Klausuren und unzählige Thesenpapiere oder Business Plan Späße trennen mich noch von meinem endgültigen Sommerglück.Ein wenig Glück und vor allem einen langersehnten Wunsch konnte ich mir letzte Woche selber erfüllen. Seit zwei Jahren bin ich schon dran und jetzt habe ich endlich zugeschlagen. Ich darf endlich eine Suzuki GS500E mein Eigen nennen. Gott sei Dank ist die Motorrad-lose Zeit vorbei und die Straßen und Kurven dieser Welt können sich wieder auf mich freuen. Folglich bin ich dann am Donnerstag spontan mit der Kiste in Richtung Heimat aufgebrochen, wo ich doch eigentlich vorhatte, Freitags morgens mit dem Zug nach Hause zu fahren.
Bis Frechen ging alles gut, dann musste es natürlich anfangen zu schütten. Naja, wer einen ganzen Winter in Rotterdam auf dem Fahrrad überlebt hat, den haut ein Stündchen Regen bei Tempo 120 auch nicht so leicht aus der Bahn.
Freitag Zahnarzt, kurz im KiGa vorbei, Kaffee bei Oma und Opa, Unikram, Business Plan und abend dann endlich mal wieder Probe in Leubsdorf. Geändert hat sich nicht viel.
Danach nach Hargarten. Diese Party ist echt ein einmaliges Phenomen. Jeder findet sie eigentlich ziemlich Scheiße, aber jeder ist da und weiß genau, dass er da jeden wiedertrifft, den er vielleicht das ganze Jahr über nicht sieht. So war es dann auch. Viele alte Bekannte und Weggefährten. Aus meinem "ich bin um 2 spätestens zu Hause" wurde dann ein  "eyyyy, Freddi, die kehren mich raus - uppala, es sind ja schon 5 Uhr". Dementsprechend viel es mir auch leicht schwer, am Samstag morgen am SPD Stand am Buttermarkt zu stehen. Aber es klappte alles. Mein Hungergefühl setzte dann so gegen 15 Uhr auch wieder ein, nachdem ich noch ein Nickerchen gemacht hatte. 
Abends noch einmal nach Hargarten zu Jana und ein kleines Ründchen mit dem Moped gedreht. Danach Firmenkram und Uni. Sonntags das gleiche im Groben; Kaffeesession mit Denise und Döner, abends mit der Family, Kremers, Helmers und Karinachen nach Köln zu Marc Metzger. Herrlich.
Montag in aller Frühe zurück nach Holland. Business Plan abgeben. Schaffe Schaffe Häusle Baue. So geht das dann jetzt noch ein wenig, bis endlich Ferien sind. 
Übers Wochenende werde ich mich dann noch einmal in Richtung Meer aufmachen und ins Lernparadies entschwinden.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Ereignisreiche Woche

Und schon wieder ist die Hälfte der Woche markiert. Kurzdurchgang von letzter Woche: Königinnentag in Rotterdam wegen dem Bekloppten in Apeldoorn abgeblasen - studiert. Wochenende Sonja zu Besuch, ansonsten - studiert. Döner im Block - gearbeitet. 
Montag war in den Niede
rlanden nationales Gedenken an die Opfer des zweiten Weltkrieges. Eine bedrückende Stimmung für mich, als ich zur Uni fuhr. 
Zwar wurde an der Erasmusbrücke schon fleißig für das am nächsten Tag stattfindende Befreiungsfest aufgebaut, aber auch an jedem erdenklichen Denkmal waren Kränze niedergelegt und Fackeln zum Gedenken angezündet. 
Fahnen auf Halbmast. Schweigeminuten. Ich fühlte mich schon irgendwie sehr betroffen, ich musste viel nachdenken. Aus diesem Grund entschied ich mich auch,  in meinem Blog an diesem Tag nichts mehr zu schreiben, sondern bloß die Impressionen des Tages mit einer historischen Schande darzustellen.
Ergänzend dazu geht mir die ganze Zeit mein neuer Artikel für "Is' was? Jugend mal auf links gedreht" - der neuen und jungen Querdenker-Rubrik der SPD Linz im Zuge der Kommunalwahl im Juni, nicht mehr aus dem Sinn. Lest doch mal... http://www.spd-linz.de/front_content.php?idcat=148&idart=317
Die Queen Victoria, die vor der Erasmusbrücke zur Anker lag, liefere ich dann hier nach. Die passte weiß Gott nicht in meine Stimmung, auch wenn ich schon von dieser imposanten Ingeneurskunst begeistert war.
Ansonsten mal wieder viel, viel zu tun. Es geht auf die Urlaubszeit zu und da freue ich mich wirklich sehr drauf. Aber es werden noch einige schlaflose Nächte auf mich zukommen, bis der Traum vom Urlaub endlich wieder wahr wird. Ohne Nervensägen wie im letzten Jahr und einfach nur genüsslicher Ruhe. Herrliche Vorstellung.
Heute habe ich dann endlich meine langersehnte Fotowand gebastelt. Ein paar Erinnerungen müssen auch hier in meinem "neuen" Zuhause aus den letzten Jahren Einzug halten. Tonnenweise Geschichten schwirren schon den ganzen Tag in meinem Kopf herum und lassen mich an so manch tolle Aktion denken. Ja,...es war ALLES richtig und es könnte kaum besser sein. 

Montag, 4. Mai 2009

Nationale Herdenking 4 mei

"Am vierten Mai gedenken wir den Opfern. Am fünften Mai feiern wir unsere Freiheit."
(niederländische Radiowerbung)

Donnerstag, 30. April 2009

Da tanzen wir in den Mai

Im Grunde genommen hatte ich nicht erwartet, dass ich so manche über Jahre hinweg verfluchte Traditionen und Veranstaltungen doch irgendwie vermissen würde. Noch am Samstag erzählte ich großartig beim Frühstück - öhhh neee, keinen Bock auf Maifest - da simmer die letzten Jahre immer gewesen, muss ja auch nicht immer sein. Pustekuchen.
Heute war ja Königinnentag bzw. ist immer noch. In Anbetracht der Tatsache allerdings, dass dieser Verrückte in Apeldoorn aus einem Nationalfeiertag eine nationale Tragödie machte, haben wir auch mehr oder weniger unsere Pläne in den Wind geschossen.
Ich war im Endeffekt ganz froh, dass wir doch nicht nach Amsterdam gefahren sind; die Stadt platzte wohl aus allen Nähten und viele Künstler haben auch auf Grund der Ereignisse ihren Auftritt abgesagt. In Rotterdam sind auch mehr oder weniger alle Festlichkeiten abgesagt  und auf Kneipentour heute Abend hatten wir dann auch keine richtige Lust mehr.
Also, arbeitsreicher Tag im Haushalt, für die Uni und für die Firma.
Nun sitze ich hier und jeder fragt mich: Naaaa, heute Abend Marktplatz? Nein,.... Morgen Uni, Freunde! So wirklich Lust auf dieses ganze Linzer Theater habe ich auch nicht; allerdings hätte ich doch irgendwie schon wieder sehnsüchtiges Verlangen, einige Freunde wieder zu sehen. 
Außerdem holen mich doch gerade zur Zeit wieder viele Erinnerungen ein. Sebis Mitbewohner Andi zieht aus und ein tolles Zimmer in Sülz, direkt an der Zülpicher Straße mit - ja, wie soll ich sagen - einem der herrlichsten Gestalten als Mitbewohner steht zur Disposition. Natürlich versuchte er promt, mich zu überzeugen, ich sollte doch nach Köln zurückkommen. Aber nein, auch wenn die Verlockung groß ist - ich bin hier sehr glücklich. 
Vor etwa einem Jahr habe ich dennoch mit diesen beiden Herren traumhafte Abende und vollgesoffene Kölner Nächte erlebt. War schon geil, die Zeit.
Heute genau vor einem Jahr saß ich in meiner Bilanz- und Erfolgsrechnungs-Vorlesung und wurde netterweise darauf hingewiesen, dass eine Handvoll Atomphysiker gerade unser Haus mit einem krummen Maibaum verunschönten. Hätte sie ihn direkt an die richtige Adresse geliefert wäre uns allen viel Ärger und Energieverschwendung erspart, aber leider auch viel Spaß im Nachhinein vorenthalten worden. Es kommt alles so im Leben, wie es soll. Und das ist gut so.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen, dass ihr gut in den Mai kommt,... Ich werde bei einem Hammersteiner Weißwein an euch denken und mir ein schönes und relativ ruhiges Wochenende in Rotterdam bereiten.

Freitag, 24. April 2009

Ab in die Heimat

Soderle, ein neues Wochenende steht vor der Tür und nach einiger Zeit verschlägt es mich wieder in die Heimat. An und für sich genieße ich die größeren Abstände zwischen den Heimatbesuchen doch sehr - man freut sich wieder ausgiebiger auf die Zeit zu Hause, zumals diese Kurztrips von Freitag bis Sonntag meistens auch ziemlich stressig verlaufen. Auf der anderen Seite ist es auch sehr schade, viele Freunde nun nur noch seltener zu sehen. Aber bald ist doch Sommer, dann werden sowieso 5e gerade gemacht.
Heute Morgen wieder lecker um halb 5 aus der Kiste und eine Runde um den Block gejoggt. Frühstück, Kaffee, Zeitung. Hervorragend. Nach dem verdammt erfreulichen Ergebnis unseres letzten Business Plan Assignments hatte ich mir gestern Abend wieder ein leckeres Gläßchen heimischen Weißwein gegönnt (dem Linzer MGV sei Dank,...) und somit den internen Sommer eingeläutet. 
Dann ab in die Uni zu einer Evaluation des Mentor-Programmes im ersten Teil unseres ersten Studienjahrs hier in Rotterdam. In Anbetracht der Tatsache, dass ich mich selber für einen Mentorposten beworben habe, dachte ich, es sei doch sicherlich ein kluger Schachzug, bei der Evaluation mitzuwerken um einen guten Eindruck zu hinterlassen. 7 der 8 Anwesenden hatten die gleiche Strategie. Aber die Chancen sehen nicht schlecht aus.
Nun sitze ich gemütlich im Cafe, warte noch, bis der nächste Workshop losgeht und ich danach gen Linz aufbrechen kann. Heute Abend dann fein mim Dönerchen ein Bierchen zischen; morgen früh Brötchen kaufen, die Stadt aufmischen und lecker frühstücken- dann zum ersten Los Flamingos Gig mit Großmeister Klassmann. Hach, ich freu mich. Be right back in Germany!

Montag, 20. April 2009

Die City hat mich zurück


Nach doch fast einer Woche Krafttanken an der Küste hat mich die Großstadt dann seit gestern Abend wieder. Kräfte? Ha, verschollen. 
Ich war das ganze Wochenende im guten Glauben geblieben, dass meine SBP Teammitglieder ihre Ausarbeitungen doch vielleicht noch alsbald senden, allerdings trudelten dann die ersten und letzten Schliffe erst gegen 18/19 Uhr ein, als ich schon wieder in Rotterdam war.
Montag, 13 Uhr Deadline.
Gegen 23 Uhr fallen mir die Augen zu. Ich habe noch eine BCG Matrix Analyse vor mir, die ich spontan Chantal (mach dat Mää mal Ei, Grüße an Mum, Dad, Bernhard und Eva) abgenommen habe und ein Layout von 31 Seiten strategischer Planung. Dazu kam dann noch Fehlerkorrektur und andere nebensächliche Späße. No way, braindead.
Also, entweder sich bis um 4 in der Nacht quälen oder ins Bett und um 4 wieder raus. Als notorischer Frühmensch entscheidet man sich dann für die 4-Uhr-Aufsteh-Variante. Fühlt sich gut an, habe bis 7 auch soweit alles durch, um 8 kommt Chantal (mach,.. jajaja) für den Feinschliff vorbei, als mir Word abkratzt und ich die BCG - sorry - Kacke noch einmal neu schreiben darf. Naja, es lebe mein vitales Gedächnis. 
Non-Stop Schaffen, um halb 8 fix unter die Dusche, um 10 dann ein erstes, nicht aus Kaffee, Wasser oder Multi bestehendes Frühstück. Um 11 mit Bindemaschine zu Marloes, Drucken, ab in die Uni. 
Wir stellen mal wieder fest, dass man TomToms echt in die Tonne kloppen kann und mein innerer Kompass auch im hohen Alter noch funktioniert.
Als ich dann nach der Abgabe endlich wieder daheim bin, schnell mal Bude aufräumen. Herrje, hier war seit Sonntag, Ankunft alles stehn und liegen geblieben; nur die Wäsche hatte ich schnell versorgt. Einkaufen, Ruhe. Uni. Lesen, Lernen. Toll. Hach, aber eigentlich geht's mir verdammt gut dabei.

Donnerstag, 9. April 2009

Kolumne?!

Da geht sie nun los, meine Reise ins gut Bekannte, nach Zeeland. Nach einem tollen Tag in der City mit Michael, der leider nur ein wenig durch das neblige Wetter überschattet wird, mache ich mich auf, ein wenig Seeluft zu schnappen, Kraft für die letzte Runde zu tanken und - leider - auch etwas zu schaffen. Jedoch ist dies in ländlicher Atmosphäre doch wesentlich einfacher und auf der Terasse arbeitet es sich doch wesentlich besser als im stickigen Studentenkabuff.
Wo startet jede Reise? Am Zuidplein in Rotterdam. Eine riesengroße Menschentraube sthet schon bereit, in jedem Moment den Bus zu entern, der sie aus der Großstadt in den Süden bringen soll. Egal, ob Urlaub, Heimreise von Arbeit/Studium oder auch nur zum Partner. Erwartungsgemäß wird es picke packe voll. Als Zimmermann - man hat sich so langsam an den Rang des letzten gewöhnt - trabt man gemütlich hinterher, als niemand mehr am Bussteig zu sehen ist. Im Zuge meiner neuen Lebensphilosophie, die nebenbei bemerkt auch mittlerweile schon ein halt Jahr alt ist, rege ich mich nicht auf, sondern versuche, das Positive an der Tatsache, dass ich nun ganz vorne stehe, zu sehen. Das Endergebnis: Eine Kolumne, die man glatt als demographische und soziologische Untersuchung an das CBS senden und gleichzeitig der NYT verticken könnte:

So stehe ich hier also, in einem vollkommen überlaufenden Bus, vollgeladen mit allerlei Gestalten, die auch aus irgendeinem Grund aus Rotterdam heraus in die grobe Richtung Süden fahren. Als Zimmermann, bekanntermaßend grundsätzlich letzter im Alphabet, steige ich zum Schluss ein und erlange die große Möglichkeit, mir den ganzen Bus in Ruhe eine dreiviertel Stunde anzusehen.
Da sitzt sie, die Studentin, mit nix was am Hut. Kein Platz mehr frei, also setzt man sich auf den Stapel mit den "Spits" Zeitungen, die umsonst in jedem öffentlichen Verkehrsmittel der Niederlande ausliegen. iPod im Ohr, Handy, der altbekannte Lieblingsknochen der Holländer, in der Hand und fleißig am SMS schreiben. In der vierten Reihe sitzt ein erstbester Paris Hilton-Verschnitt, die mit ihrem Lieblingsknochen am Ohr wahrscheinlich gerade durch ihren Lustknochen am andern Ende der Leitung zum Lachen gebracht wird und sich dabei stilvoll auf die Lippe beißt. Auf der anderen Seite sitzt die typische niederländische Rentnerin. Gut gelaunt, immer zu einem Kläfchen aufgelegt, erzählt sie gerade dem netten Herren neben ihr irgendeinen Stuss, der ihn offensichtlich eher entnervt, als erheitert.
In der letzten Reihe sitzen erwartungsgemäß fünf Mädels, die entgegengesetzt ihres Verhaltens, anhand ihrer OV Karten als Studentinnen zu identifizieren sind. Was passiert auch zwischen Barendrecht und Oude Tonge, wenn fünf Mädels aufeinander hängen und ein überfüllter Bus sie umgibt. Dumme Blicke und lautes Gegacker. Die junge Dame mit den dunklen Locken weiß nicht recht, wo sie hingucken soll, während sie lauthals telefoniert und die Blonde mit dem typischen organgen Bratpfannengesicht knutscht ihren Kastenfrosch-artigen Freund.
Inzwischen hat Paris das Handy vom Ohr gelegt und begafft angewiedert den älteren Herren mit der Wolfgang Niedecken-Matte, der sich gerade eine after-work-Büchse Heineken zischt. Die Blicke kreisen umher und man merkt eindeutig, wie schnell ihr anscheinend das lustvolle Grinsen der letzten Minuten in Windeseile vergeht. Wahrscheinlich schiebt sich gerade ein lockiger, nach Bier-Bäuerchen stinkender Schleier über den Kerl, der sie noch vier Minuten zuvor am Hals küsste. Wiederentdeckt habe ich auch die typische dunkelhaarige Party-Holländerin. Akkurat gekleidet, die Sonnenbank-Bräune sitzt, schiebt sie sich ihre Haarsträhne hoch frequentiert zur Seite, während sich ihre typischen Halbmondartigen Mundwinkel nur leicht vom Kaugummikauen in eine annähernd freundliche Position schieben lassen.
Neben mir entdecke ich im gleichen Moment ein Doppelpack Snobs, die schöngeleckt, breitbeinig mit ihren von Kinderhand gegerbten Mokkasins so ihren Häschen zu imponieren versuchen, dass der Großkotz schon fast an der nächsten Ampel von alleine winkt.
Die Sonne kommt raus über dem Meerarm, die Mädels im Hintergrund lachen. Die Damen um Nuschel-Wolfgang amüsieren sich köstlich, während er sich irgendetwas in seinen Bart und die Bierdose murmelt. Die Bratpfanne klopft in Gedanken schon die Schnitzel für den Liebsten breit, als wir die Brücke verlassen. Gleichzeitig kann man einen jungen Mann entdecken, dessen Nervosität sich nicht nur durch häufiges Augenzwinkern, sondern auch durch Nasenzucken äußert. Der Soldat beobachtet aufmerksam das Geschehen, ist aber offensichtlich vollkommen in Gedanken versunken. Vielleicht gehen ihm die Schlagzeilen, die bei der Studentin auf der "Spits" heute stehen nicht aus dem Sinn.
Die Snobs wedeln mittlerweile schon mit dem goldenen Glanz ihrer Portemonnaies. Hoffentlich sind es keine amerikanischen Kreditkarten, Jungs. Die kommen zur Zeit nicht so gut.
Der Bus stoppt. Menschen steigen aus. Die Oma hat einen neuen Sitznachbar. Ein etwa 17-jähriger Bursche darf sich jetzt die nächste Story anhören. Auch ihm scheint die Sonne aus dem Arsch, während sich Paris gemütlich den Mantel aufknüpft, die andere Sonne genießt und sich sinnlich durchs Haar fährt.
Das Partyluder ist mittlerweile auch schon wieder am Telefon, stellt aber anscheinend fest, dass der Kaugummi bald so was von durch ist, sodass sie beschließt, die unterbanspruchten Mundwinkelmuskeln ein wenig zu betätigen und schickt sogar ein Lächeln durch den Bus. Wow, genau so kennt man sie eigentlich. 
Paris lässt die Haar schnell wieder fallen, als sich Matte unter den Achseln kratzt und mir der richtige Wolfgang ins Ohr singt: "wenn ich he die Abfahrt nöm, keine Stau mieh köm, wör ich morje fröh doheim".
Ich muss leider aussteigen. Werfe Paris und dem Luder noch einen kurzen Blick zu, sie scheinen auch nur nach Hause zu wollen. Die Hühner sind schon vor einer Station ausgestiegen und die Snobs bleiben Gott sei Dank sitzen. Davon habe ich den ganzen Tag genug. Die Bratpfanne packt ihre Zwiebel ein und langt auf dem Bussteig noch einmal ordentlich zu. Die Spits Studentin fährt weiter mit mir, auch eine ganz unauffällige hell-blau-äugige junge Dame. Schon interessant, was man alles so entdeckt, wenn man mal die Augen ein wenig aufmacht. Was werden andere wohl gesehen haben? Einen glücklichen IBA-Student aus Linz? Auszuschließen ist es sicherlich nicht.

Early morning, when I wake up, I look like Kiss, but without the makeup,...

Frisch und fröhlich, gut gelaunt und Erholungsbedurftig startet das rheinische Exilei in den allzu kurzen Springbreak. Leider haben wir auch über Ostern im Grunde genommen nur die eigentlichen Feiertage frei; besonders lustig: die habe ich offiziell nach Stundenplan eh frei. Tja, life sucks.

Gestern mal wieder drei Stunden Mammut Makro Session - erinnert mich ein bisschen an die midterm Hauptfächer in Köln, das war auch immer übel. Da laberte allerdings doch der ganze Hörsaal, sodass man auch gemütlich anderen Tätigkeiten nachkommen konnte, bis Onkel Herzig mal wieder irgendwelche seltsamen Fragen in den Raum stellte, die wir alle bis 5 Tage vor der Klausur immer noch nicht beantworten konnten. Ihm sei aber herzlich gedankt - immerhin erleichtert seine wundebare Vorlesung und Simones brillante Übung mir das Leben sehe in Finance and Accounting. Auch Papa K.W. Büchel und sein dickes blaues Buchungsbuch schenkte mir der Himmel!

Gestern mal wieder USA Tag; wie schon so oft in letzter Zeit. Die Linzer Austauschschüler waren wieder auf den Weg nach Hause und ich bekam Jerid endlich mal wieder im Facebook an die Strippe. Springbreak verschafft allen ein wenig Zeit da drüben, für mich absolut Super, um auch mit den m-town people nochmal Kontakt zu haben bzw. Intensiveren als sonst. Schreibe fast den ganzen Nachmittag mit Addison und Amelie, zwei Marietta Kids, vor denen ich im Winter meine improvisierte Geschistunde zur DDR gehalten hatte. Lustig, wie anders doch die Teenies von heute im Vergleich zu den Teenies sind, die wir vor 4 bzw. 

3 Jahren kennenlernten. Scheint also nicht nur eine deutsche oder europäische Entwicklung zu sein, dieses früher, schneller, höher, weiter.

Auch mit Scott kann ich nach Ewigkeiten endlich mal wieder kurz schreiben.

Nun sitze ich just im Moment im Zug zum Amsterdamer Flughafen, um michael silva abzuholen. Toll, wie die Welt zusammen wächst. Er ist auch auf die Marietta High gegangen und studiert jetzt in Budapest - auch International Business. Seine Tante wohnt in A'dam, und er fährt noch einen Freund in Brüssel besuchen. Hab ihm dann flux NS Highspeed Tickets besorgt und wir werden uns heute einen netten Tag in Rotterdam machen. Soooo excited.

Heute Abend geht es dann ab nach Zeeland, mal raus, die Seele ein bisschen baumeln lassen. Aber groß Ruhe ist nicht, für nächste Woche stehen schon wieder 2 deadlines an - dat künnen mer och, dat kriejen mer hin ;) Nur das beste aus der ferne.

Dienstag, 7. April 2009

...the road leads back to you...

I said Georgia,
Ooh Georgia, no peace I find
Just an old sweet song
Keeps Georgia on my mind

Other arms reach out to me
Other eyes smile tenderly
Still in peaceful dreams I see
The road leads back to you


...and the road will definitely take me there some day,... I miss you, Marietta folks !

Samstag, 4. April 2009

Warum ist es am Rhein so schön...?

...weil er nicht nur an Linz, sondern auch an Rotterdam vorbei fließt. Rheinland bleibt Rheinland. Und das ist schön, sowohl hier alsauch da. 
Die letzten Tage der Woche in Rotterdam waren doch eher erholsam,.. Zumindest tagsüber. Der Frühling brachte uns tatsächlich weiterhin nur wunderbaren Sonnenschein ein, der so ziemlich jeden Student nicht gerade zur Lern-Hochmotivation verleitet. Außerdam gab es so einige andere nette Dinge die Woche durch zu tun, die es vollkommen legitim erscheinen ließen, auch einmal den ganzen Tag über draußen herum zu spazieren und sich gegen Abend erst einmal wieder dem Uni Kram zu widmen. 
Montag abend wieder in Rotterdam eingetrudelt, Dienstag zur Accounting Vorlesung. Traumhaftes Wetter - ich habe fast schon keine große Lust, mich in einen stinkigen Hörsaal zu setzen, aber wat mutt, dat mutt.
Auf dem Rückweg von der Uni dann; ich bin noch keine 5 Minuten unterwegs. Knall, Bumm - Reifen geplatzt. Also herrlich die mehr oder weniger restlichen 6 Kilometer von der Uni zu Fuß nach Hause. An der Erasmusbrücke nervt es mich dann so ungemein, dass ich Daniela anrufe, ob sie zu Hause sei, und ob ich ihr Fahrrad leihen könnte, um meins abzuholen. Genialer Vorschlag: 
Sie hatte das Auto ihrer Mutter da = Saab Cabrio = Transportmöglichkeit = Sonnetanken auf nützliche Weise. Also fix über die Brücke, warte am Wilhelminaplein, als mein Handy klingelt und Alina anruft, sie sei übers Wochenende in Rotterdam, ob wir uns nicht treffen könnten. Verabreden uns spontan und grob für Freitag Vormittag.
Schnell zum Zuidplein, neue Schläuche, neue Bremsen. Habe dann den ganzen Tag alle Fahrräder des Hauses repariert - wenn man schon einmal dabei ist und die Sonne auch noch so schön scheint - ein Genuss.
Mittwoch wieder Uni - nachmittags kommen mein alter Zivi-Genosse Timo mit Schwester und Freunden mich in Rotterdam besuchen und ich konnte mich zum ersten Mal seit September als Fritz Ockenfels von Rotterdam betätigen und eine Art Stadtrundgang in improvisierter
 Form darbieten. Abgerundet haben wir die ganze Aktion mit einer leckeren Portion Poffertjes in der Sonne. Die Lieben sollten am Freitag zurückfahren, worauf ich mich dann kurz zu einen weiteren Trip durch Rotterdam anbot, ein minimalistisches Stufentreffen mit Alina vorschlug und so eine Autofahrt nach Hause erhandeln konnte,...
Donnerstag den ganzen Tag mehr oder weniger für International Investment & Trade geschrieben, abends zu Marloes und Jan auf den Geburtstag. Wollte mich eigentlich von da aus verabschieden und nach Hause düsen; habe mich allerdings dann doch noch zu einem Besuch in der Skihut breitschlagen lassen, der natürlich wesentlich länger wurde als "aaach, für 2 Stündchen geh ich mit". 
Werde Freitag morgen schon um halb 7 von Alina geweckt, die mittlerweile mit ihrem Ozeanriesen angekommen ist. Raus aus der Kiste, müde Dusche, restlichen Unikram und noch bissel was für die Firma, dann rief Timo schon an; Lotsenfahrt von der Hauptstraße aus, alle Mann in die City.
Schön, mit so guten Freunden durch die Stadt zu latschen und sich über Gott und die Welt, Studium und Beruf gemeinsame Vergangenheit und Zukunft zu unterhalten. Bin vollkommen begeistert von Alinas Erzählungen über das Leben an Bord eines Ozeanriesen und ihre Geschichten aus Hamburg. Kurzer holländischer Snack für Timo, bringen Alina dann zum Bahnhof und ab auf die Transitstrecke in die Heimat.
Freitag abend nach Rheinbrohl, Kletterpartie unter der Römer-Decke, Licht programmieren und Soundcheck. 


Heute dann mit Döner und Angie zum Nürburgring. Treffen da Guido und Caro; Einweihen der Grillsaison und endlich einmal ein Rennen am Ring gucken. Hatte es ihm letztes Jahr super oft versprochen; leider hatte es auch aus der unterschiedlichsten Gründen nie funktioniert. Aber diesmal. Danach noch kurzes Intermezzo auf ein Eis auf dem Linzer Marktplatz. Jetzt sitze ich seit einiger Zeit mal wieder an meinem Linzer Schreibtisch, schwelge in Erinnerungen und bin vollgefressen mit Steaks, Würstchen und all den anderen schweinisch leckeren Grillspezialitäten, vom Eifelwind angeweht.